Sebastian Steude

Klettern

Routenführer

Die Seite wird überarbeitet. Aktuell sind 153 ausgewählte Routen und Topos im Übergangsdesign verfügbar.

Hagengebirge

Kahlersberg

Überschreitung Längere Passagen II und I, aber auch viel Gehgelände · E4 · 1.300 m · Nordwest · 2 1/2-3 Std. · Nordnordwestgrat: L. Petara, H. Gierth, 1893

Charakter

Lohnende Herbsttour, die von sicheren Kletterern problemlos seilfrei begangen werden kann.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Hinterbrand folgt man dem markierten Forstweg zur Jennerbahn-Mittelstation und weiter in Richtung Königsbachalm. An einer Brücke zweigt man links ab und folgt dem ausgeschilderten Schotterweg ein kurzes Stück steil hinauf in Richtung Schneibsteinhaus. Nach 10 Minuten biegt man schon wieder nach rechts ins Priesberger Moos ab. Hinter der Priesbergalm hält man sich an einer weiteren Abzweigung links und erreicht durch ein enges Tal den Seeleinsee unterhalb des Kahlersbergs. Hier wendet man sich nach rechts, bis man den Weg am höchsten Punkt (Hochgschirr) nach links verlässt und über Geröll und Schutt den Fuß der Nordwestwand am höchsten Punkt des Schuttkegels erreicht. (3 Std.)

Reinersberg

Nordwestwand IV (Stellen), Stellen IV- und III, meist II und I · E4 · 350 m · Nordwest · 2-3 Std. · H. Michel, H. Schmidt, 1947

Charakter

Sehr abgelegene Route, bei der sich gut kletterbare Rinnen mit kürzeren, steilen Passagen abwechseln.

Absicherung

Die Route muss komplett selbst abgesichert werden.

Zustieg

Vom Parkplatz Hinterbrand folgt man dem markierten Forstweg zur Jennerbahn-Mittelstation und weiter in Richtung Königsbachalm. An einer Brücke zweigt man links ab und folgt dem ausgeschilderten Schotterweg steil hinauf in Richtung Schneibsteinhaus. Bei einer Wiesenfläche auf ca. 1360 Metern Höhe zweigt anschließend ein unmarkierter Schotterweg nach rechts ab, dem man nun bis zur Königstalalm folgt. Circa 5 Minuten hinter der Alm teilt sich der Weg erneut und man zweigt auf einen schmalen Pfad nach links ab. Kurze Zeit später erreicht man das Schuttkar unterhalb des Reinersbergs, durch das man nun weglos bis zu einer markanten Schlucht in direkter Gipfelfalllinie ansteigt. (3 Std.)

Hochkalter

Hocheisspitze

Hocheisumrahmung Mehrere Stellen III, oft II und I, teilweise Gehgelände · E4 · 2.600 m · Südwest, Nordost · 5-8 Std. Std. · H. Reinl, G. Weiß, M. Zeller, 1911

Charakter

Eine der längsten geschlossenen Kammklettereien der Berchtesgadener Alpen. Landschaftlich grandios, verlangt die Tour allerdings sicheres seilfreies Klettern im III. Grad. Stellenweise sehr ausgesetzt.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Wenige Meter nach der Schranke ins Klausbachtal wendet man sich auf einen links abzweigenden, markierten Schotterweg, dem man erst fast eben, dann sanft ansteigend bis zur Grundübelau folgt. Man quert nun über eine Hängebrücke den Klausbach und folgt dem Weg weiter leicht ansteigend bis zur Bindalm (bis hierher Mountainbike empfehlenswert). Der markierte Weg führt nun steil durch Wald in Richtung Mittereisalm und weiter über den Karlkopf zum Kammerlinghorn. (3 - 4 Std.)

Ostgrat Stellen V- und IV+, sonst leichter · E4 · 315 m · Ost · 1 Std. · E. Allwein, 1923

Charakter

Aufgrund der Brüchigkeit vor allem für den Alleingeher anspruchsvolle und gefährliche Kletterei. Sehr abgelegen.

Absicherung

In der Route gibt es nur 1 NH, zusätzliche Absicherung aufgrund des brüchigen Gesteins eher schwierig.

Zustieg

Die Tour macht eigentlich nur im Rahmen der Hochkaltermassiv-Überschreitung Sinn.

Hochkalter

Blaueisumrahmung IV+ (Stelle), Passagen IV und III, oft II und I und Gehgelände · E3-4 · 4.200 m · Nord · 8-10 Std. · L. Bley, K. v. Kraus, H. Rüsch, E. v. Siemens, 1925

Charakter

Neben der Watzmann Ostwand ist die Blaueisumrahmung der alpine Klassiker in den Berchtesgadener Alpen. Die äußerst lange Gratüberschreitung führt über die sechs Gipfel, die sich rund um das Blaueis erheben. Wer die Tour an einem Tag vom Tal aus absolviert, kann sich am Ende zu einer strammen Fitness beglückwünschen.

Absicherung

Die wichtigsten Stände sind eingerichtet (Ringbohrhaken) und an den schweren Stellen stecken sporadisch Normalhaken.

Zustieg

Auf dem markiertem Wanderweg über die Schärtenalm in ca. 2 Stunden zur Blaueishütte. Von der Hütte an den Platten des Steinberges vorbei unter die Westabbrüche der Schärtenspitze und auf dem markierten Steig in Richtung Steinberg (I). Auf ca. 1.900 Metern Höhe zweigt bei einem großen Steinmann ein Schuttsteig nach rechts ab. Er führt felsdurchsetzt (I-II, NH und BH) in die markante Scharte unter der Schärtenspitze. (2 1/2 - 3 Std.)

Ostwand (Schöne Wand) III (Passage), Passage III-, längere Strecken II und I, bis 1.700m meist Gehgelände · E4 · 2.600 m · Ost · 6-8 Std. · G. Leuchs, 1900

Charakter

Mit ca. 1.400 Metern Wandhöhe ist die Hochkalter Ostwand eine gewaltige Wand. Trotz der leichten technischen Schwierigkeiten sollte sie nicht unterschätzt werden - sie ist bedeutend ernster als die Watzmann Ostwand! Da die Routen so gut wie nie begangen werden, gibt es keinerlei Begehungsspuren oder fixe Absicherung. Die III- muss abgeklettert werden und ist sehr ausgesetzt. Außerdem liegt sehr viel Schutt auf den Platten und Terrassen, weshalb man selbst in den leichten Passagen äußerst vorsichtig klettern muss. Teilweise schwierige Orientierung.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden. Mobile Absicherung vor allem im oberen Teil problemlos möglich - darunter wegen des brüchigen Gesteins nicht immer.

Zustieg

Vom Parkplatz Wimbachbrücke folgt man dem Wanderweg ins Wimbachtal. Vom Wimbachschloss dem Wanderweg noch ca. 30 Minuten folgen, bis man auf einer Höhe von 1.100 Metern aus dem Wald kommt und in den rechtsseitigen Schuttstrom einbiegt. Diesem folgt man noch solange, bis auf einer Höhe von 1.170 Metern rechts ein markanter, wasserführender Graben (Zarggraben) auftaucht. (2 Std.)

Ofentalhörnl

Nordgrat III (Stellen), meist II und I, auch Gehgelände · - · 520 m · Nord · 1 Std. · M. Hartmann, M. Zeller, 1909

Charakter

Kurzer, gestufter Grat, der sich vor allem in Verbindung mit einer längeren Überschreitung anbietet.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Wenige Meter nach der Schranke ins Klausbachtal wendet man sich auf einen links abzweigenden, markierten Schotterweg, dem man eine halbe Stunde durchs ebene Gelände folgt. Anschließend führt eine Brücke nach links über den Hirschbichlklausgraben und man folgt dem Weg in weiten Serpentinen durch den Bergwald. Auf 1.320 Metern Höhe quert man den Forstbegangsteig und folgt weiter dem markierten Pfad Richtung Hochkalter ins Ofental. Erst durch Latschen, dann über Geröll geht es mühsam weiter empor, bis man auf dem einfachsten Weg zum Grat ansteigen kann. (3 1/2 - 4 1/2 Std.)

Nordwestwand II und I (längere Passagen) · - · 380 m · Nordwest · 1 1/2 Std. · H. Funth, J. Pöschl, J. Grill, J. Punz, 1871

Charakter

Die Nordostwand ist sehr plattig und weist mehrere Durchstiegsmöglichkeiten auf. Man kann zum Haupt- oder zum Südwestgipfel aussteigen.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Wenige Meter nach der Schranke ins Klausbachtal wendet man sich auf einen links abzweigenden, markierten Schotterweg, dem man eine halbe Stunde durchs ebene Gelände folgt. Anschließend führt eine Brücke nach links über den Hirschbichlklausgraben und man folgt dem Weg in weiten Serpentinen durch den Bergwald. Auf 1.320 Metern Höhe quert man den Forstbegangsteig und folgt weiter dem markierten Pfad Richtung Hochkalter ins Ofental. Erst durch Latschen, dann über Geröll geht es mühsam weiter empor, bis die rechtsseitigen, steilen Wände der Ofentalschneid in auffällige, geneigte Platten übergehen. Man quert nun nach rechts bis zum Einstieg direkt unterhalb der Platten. (3 1/2 - 4 Std.)

Ofentalschneid III (Stelle), Stellen II, meist I oder Gehgelände · E4 · 1.850 m · Nordwest · 2-3 Std. · Von alters her durch Jäger

Charakter

Lange, stellenweise ausgesetzte Gratkletterei, die man nicht unterschätzen sollte. Durch die aufeinander geschichteten Platten sind die schweren Stellen alle im Abstieg zu bewältigen.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Wenige Meter nach der Schranke ins Klausbachtal wendet man sich auf einen links abzweigenden, markierten Schotterweg, dem man 20 Minuten durch ebenes Gelände folgt. Anschließend führt eine Brücke nach links über den Hirschbichlklausgraben und man folgt dem Weg in weiten Serpentinen durch den Bergwald. Auf 1.320 Metern Höhe erreicht man den Forstbegangsteig, auf den man nun nach rechts abzweigt. Bereits kurze Zeit später zweigt wieder ein undeutlicher Pfad nach links ab, dem man nun ins untere Steintal folgt. Sobald man die Waldgrenze (1.640m) erreicht und das Gelände offener wird, steigt man links steil zum höchsten Punkt des Schuttkegels unterhalb der Südwesthänge an. (2 - 3 Std.)

Schärtenspitze

Nordostwand IV (Stelle), Stellen IV- und III+, meist III und II · E2 · 175 m · Nordost · 1-1 1/2 Std. · W. Brandenstein, 1925

Charakter

Einfache Alpinkletterei über Bänder, Rinnen und Verschneidungen.

Absicherung

Sanierte Alpinroute mit genügend Bohr- und Normalhaken.

Zustieg

Auf dem markiertem Wanderweg über die Schärtenalm in ca. 2 Stunden zur Blaueishütte. Von der Hütte an den Platten des Steinberges vorbei unter die Westabbrüche der Schärtenspitze und auf dem markierten Steig in Richtung Steinberg (I). Auf ca. 1.900 Metern Höhe zweigt bei einem großen Steinmann ein Schuttsteig nach rechts ab. Er führt felsdurchsetzt (I-II, NH und BH) in die markante Scharte unter der Schärtenspitze. (2 1/2 - 3 Std.)

Nordwand V (Passage), Stelle IV und IV-, meist III und II · E4 · 180 m · Nordost · 2-3 Std. · E. Allwein, H. Beck, 1923

Charakter

Schöne, kurze Route mit einer steilen Seillänge in der Mitte.

Absicherung

Alpin! Es stecken ein paar Normalhaken. Zusätzliche Absicherung erforderlich. Teilweise auch an den Ständen!

Zustieg

Auf dem markiertem Wanderweg über die Schärtenalm in ca. 2 Stunden zur Blaueishütte. Von der Hütte an den Platten des Steinberges vorbei unter die Westabbrüche der Schärtenspitze und auf dem markierten Steig in Richtung Steinberg (I). Auf ca. 1.900 Metern Höhe zweigt bei einem großen Steinmann ein Schuttsteig nach rechts ab. Er führt felsdurchsetzt (I-II, NH und BH) in die markante Scharte unter der Schärtenspitze. (2 1/2 - 3 Std.)

Westgrat V+ (Passage), oft zwischen V- und IV, stellenweise leichter · E3 · 570 m · West · 4-5 Std. · E. Allwein, W. Welzenbach, 1924

Charakter

Lange Platten- und Verschneidungskletterei über den imposanten Grat. Stellenweise etwas brüchig. Mehrere Möglichkeiten um zum Normalweg auszuqueren.

Absicherung

Bis zum 1. Turm sind die Stände mit Ringbohrhaken saniert und an den schwersten Stellen stecken ein paar Bohr- und Normalhaken. Danach muss man die Route komplett selbst absichern.

Zustieg

Auf dem markiertem Wanderweg über die Schärtenalm in ca. 2 Stunden zur Blaueishütte. Von der Hütte an den Platten des Steinberges vorbei unter die Westabbrüche der Schärtenspitze. Der Einstieg befindet sich am höchsten Punkt des Schuttkegels, wo der Grat in geneigten, wasserzerfressenen Platten ausläuft. (2 - 2 1/2 Std.)

Steintalhörnl

Steintalschneid Stellen II, meist I oder Gehgelände · - · 1.700 m · Nordwest · 2-3 Std. · Von alters her durch Jäger

Charakter

Lange Gratkletterei, die sich deutlich einfacher, als die gegenüberliegende Ofentalschneid präsentiert.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Wenige Meter nach der Schranke ins Klausbachtal wendet man sich auf einen links abzweigenden, markierten Schotterweg, dem man 20 Minuten durch ebenes Gelände folgt. Anschließend führt eine Brücke nach links über den Hirschbichlklausgraben. Kurz hinter der Brück zweigt man nach rechts auf einen unmarkierten Forstweg ab, der sanft ansteigend durch den Bergwald führt. Nach ca. 20 Minuten zweigt links ein älterer Forstweg ab, dem man nun bis zu seinem Ende folgt. Hier beginnt ein Pfad, der steil ansteigend und den Forstbegangsteig querend ins untere Sittersbachtal führt. Schließlich teilt sich der Steig und man wählt den linken Pfad, bis man schließlich über freie Schutthänge zur Steintalschneid ansteigen kann. (2 - 3 Std.)

Hoher Göll

Nördliche Alpeltalköpfe

Nordwand VI- (Passagen), IV+ - V, selten leichter · E4 · 210 m · Nord · 3-4 Std. · S. Kellerbauer, A. Klaus, 1954

Charakter

Anspruchsvolle aber auch wunderschöne Kletterei in festem Gestein.

Absicherung

Die Stände sind gebohrt, dazwischen steckt allerdings kaum fixe Absicherung, weshalb Friends und Keile unbedingt nötig sind.

Zustieg

Vom Parkplatz Scharnitzkehl folgt man der Forststraße bis zu einer markanten Linkskehre. Nun nicht rechts in die breite Stichstraße, sondern wenige Meter auf dem Pfad geradeaus weiter, bevor man nach rechts auf einen schmalen Steig abzweigt. Es geht steil durch Buchenwald bergan, bis sich der Steig auf ca. 1.250 Metern Höhe nach rechts in die Felsen wendet (nicht geradeaus weiter!). Nun ausgesetzt dem Pflugtalsteig bis ins untere Pflugtal folgen (Stellen II, teilweise versichert und rot markiert). Über den anschließend deutlich leichteren Steig (Stellen I, rot markiert) weiter empor, bis er am nähesten an den Wandfuß heranführt. Man quert über Platten nach rechts in eine Rinne, die unter der Wand entlangzieht und gelangt zum Einstieg unterhalb der steilen Einstiegsplatten. (2 - 2 1/2 Std.)

Hoher Göll

Alte Westwand III+ (Passage), teilweise III, meist II und I · E3 · 550 m · West · 2-3 Std. · W. Brandenstein, 1920

Charakter

Lange Einsteigerkletterei durch die imposante Göll Westwand.

Absicherung

Mit gebohrten Ständen, einigen Normalhaken und ein paar zusätzlichen Bohrhaken gut abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz Scharnitzkehl folgt man der Forststraße bis zu einer markanten Linkskehre. Dort verlässt man die Forststraße und steigt über einen deutlichen Pfad bis an die Felsen der Göll Westwand im Talschluss auf. Über eine Schutthalde (vorbei an einem Schneefeld) zum deutlichen Einstiegsband, das man am rechten Rand ersteigt. Über das Band nach links bis zu einem roten Pfeil queren, der zum ersten Standhaken führt. (3/4 Std.)

Großer Trichter VI (Stelle), Rest V+ bis IV+ · E3 · 110 m · West · 3-5 Std. · J. Aschauer, J. Kurz, 1922

Charakter

Großer Klassiker mit ungewöhnlichen Kletterstellen.

Absicherung

Mit gebohrten Ständen, einigen Normalhaken und ein paar zusätzlichen Bohrhaken gut abgesichert. Zusätzliche Absicherung mit Klemmgeräten möglich.

Zustieg

Vom Parkplatz Scharnitzkehl folgt man der Forststraße bis zu einer markanten Linkskehre. Dort verlässt man die Forststraße und steigt über einen deutlichen Pfad bis an die Felsen der Göll Westwand im Talschluss auf. Über eine Schutthalde (vorbei an einem Schneefeld) zum deutlichen Einstiegsband, das man am rechten Rand ersteigt. Über das Band nach links bis zu einem roten Pfeil queren, der zum ersten Standhaken führt. (3/4 Std.)

Kleiner Trichter VII-/A1, meist leichter · E4 · 465 m · West · 5-7 Std. · Gauder, Helminger, 1943

Charakter

Großer Klassiker in wunderbar festem Fels.

Absicherung

Mit gebohrten Ständen, einigen Normalhaken und ein paar zusätzlichen Bohrhaken gut abgesichert. Zusätzliche Absicherung mit Klemmgeräten nötig.

Zustieg

Vom Parkplatz Scharnitzkehl folgt man der Forststraße bis zu einer markanten Linkskehre. Dort verlässt man die Forststraße und steigt über einen deutlichen Pfad bis an die Felsen der Göll Westwand im Talschluss auf. Über eine Schutthalde (vorbei an einem Schneefeld) zum Einstieg etwas rechts vom Trichter. (3/4 Std.)

Westgrat IV (Stelle), Passagen III, häufig II · E4 · 1.300 m · West · 4-6 Std. · A. und G. Schulze, 1900

Charakter

Landschaftlich schöner, äußerst langer Gratanstieg, der allerdings auch längere Passagen in teils brüchigem Schrofengelände aufweist.

Absicherung

Es stecken ein paar (meist gute) Normalhaken. Zusätzlich kann man sehr gut mit Schlingen und Klemmgeräten absichern.

Zustieg

Vom Parkplatz Scharnitzkehl folgt man der Forststraße bis zu einer markanten Linkskehre. Nun nicht rechts in die breite Stichstraße, sondern wenige Meter auf dem Pfad geradeaus weiter, bevor man nach rechts auf einen schmalen Steig abzweigt. Es geht steil durch Buchenwald bergan, bis sich der Steig auf ca. 1.250 Metern Höhe nach rechts in die Felsen wendet (nicht geradeaus weiter!). Nun ausgesetzt dem Pflugtalsteig bis ins untere Pflugtal folgen (Stellen II, teilweise versichert und rot markiert). Über den anschließend deutlich leichteren Steig (Stellen I, rot markiert) steigt man zu einem Kessel empor. Rechts haltend umgeht man die steile Plattenstufe und erreicht einen zweiten Plattenaufschwung, den man direkt überklettert (Stelle II, I). Danach links haltend zu einer kurzen, versicherten Steilstufe mit Steigbuch (II). Direkt nach der Steilstufe verlässt man den Steig und quert bis unter die markante Südwand des Pflughörndls direkt in Falllinie von drei auffälligen Zacken. (2 - 2 1/2 Std.)

Großer Barmstein

Südgrat IV- (Stelle), teilweise III, oft leichter · E4 · 85 m · Südost · 1 Std. · Unbekannt

Charakter

Der Südgrat auf den Großen Barmstein ist sehr alpin und der Fels oft grasig und brüchig. Die Route ist wenn überhaupt dann nur sinnvoll, wenn man die beiden Barmsteine komplett überschreiten will.

Absicherung

Der Anstieg auf den Gr. Barmstein ist sehr alpin. Nur die Stände sind gebohrt und die wenigen Normalhaken sind meist von schlechter Qualität.

Zustieg

Vom Parkplatz am ehemaligen Gasthaus dem ausgeschilderten Wanderweg zum Großen Barmstein folgen. Unterhalb der Westwand kann man anschließend über ein grasiges Band (Fixseil) bis direkt auf den Grat queren. (1/2 Std.)

Kehlstein

Spiralriss V und IV+, nur selten leichter; die optionale 5. SL ist V+ · E4 · 145 m · West · 2-3 Std. · T. Kurz, F. Brandner, 1934

Charakter

Kurze Route, die allerdings nicht unterschätzt werden sollte. Die Schwierigkeiten sind anhaltend und die Zwischenhaken stecken nur äußerst spärlich. Achtung: Die Begehung ist nur außerhalb der Busfahrzeiten gestattet!

Absicherung

Die Stände sind gebohrt, dazwischen stecken nur wenige Normalhaken. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Klemmkeilen erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Scharnitzkehl steigt man über den markierten Wanderweg bis zur Ligeretalm empor. Kurz nach der Alm kann man nach rechts auf eine unausgeschilderte Forststraße abzweigen, die steil durch den Bergwald zur Kehlsteinstraße führt. Über die Kehlsteinstraße bis zum ersten Tunnel nach der markanten Serpentine. Kurz hinter dem Tunnel zweigen rechts Pfadspuren ab, die zwischen den Steinschlagzäunen hindurch zum Einstieg führen. (Achtung! Der Zustieg ist nur außerhalb der Busfahrzeiten möglich! 2 - 2 1/2 Std.)

Kleiner Barmstein

Südgrat III- (Passage), meist II und I · E2 · 180 m · Südost · 1 Std. · Unbekannt

Charakter

Der Anstieg auf den Kleinen Barmstein ist äußerst lohnend und wird auch oft (meist seilfrei) begangen.

Absicherung

Der Südgrat auf den Kleinen Barmstein ist sehr gut mit Bohr- und Normalhaken gesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz gerade am ehemaligen Gasthaus vorbei und am Zaun entlang in den nahen Wald. Gleich den ersten Pfadspuren nach links einen kurzen, steilen Berghang hinauf folgen. Oben am Bergrücken nach links wenden und zwischen den Felsen zum Einstieg. (1/4 Std.)

Pflughörndl

Normalweg III+ (Stelle), meist III und II · E3 · 45 m · Nord · 1/2 Std. · A. und G. Schulze, 1900

Charakter

Sehr kurze Kletterei auf das markante Pflughörndl im Göll-Westgrat. Trotz des langen Zustiegs wird es verhältnismäßig oft erklettert. Toller Ausblick Richtung Mannlgrat.

Absicherung

Mit Bohrhaken und Normalhaken gut abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz Scharnitzkehl folgt man der Forststraße bis zu einer markanten Linkskehre. Nun nicht rechts in die breite Stichstraße, sondern wenige Meter auf dem Pfad geradeaus weiter, bevor man nach rechts auf einen schmalen Steig abzweigt. Es geht steil durch Buchenwald bergan, bis sich der Steig auf ca. 1.250 Metern Höhe nach rechts in die Felsen wendet (nicht geradeaus weiter!). Nun ausgesetzt dem Pflugtalsteig bis ins untere Pflugtal folgen (Stellen II, teilweise versichert und rot markiert). Über den anschließend deutlich leichteren Steig (Stellen I, rot markiert) steigt man zu einem Kessel empor. Rechts haltend umgeht man die steile Plattenstufe und erreicht einen zweiten Plattenaufschwung, den man direkt überklettert (Stelle II, I). Danach links haltend zu einer kurzen, versicherten Steilstufe mit Steigbuch (II). Man steigt weiter über kurze Plattenstufen empor, bis man links zum markanten Pflugschartl ansteigen kann. Vom Pflugschartl quert man noch wenige Meter über Schrofen auf der Nordseite des Hörndls nach links bis man den Einstieg zum Normalweg bei einem Bohrhaken erreicht. (2 - 2 1/2 Std.)

Westgrat IV- (Stelle), Stellen III und III-, meist II und I · E4 · 445 m · West · 2-3 Std. · A. und G. Schulze, 1900

Charakter

Landschaftlich schöner, langer Gratanstieg, der allerdings auch längere Passagen in teils brüchigem Schrofengelände aufweist. Am sinnvollsten und schönsten ist es natürlich, den Grat bis zum Gipfel des Hohen Göll zu klettern. Wem das zu lang ist, der kann aber auch nur bis auf das Pflughörndl klettern und dann wieder absteigen.

Absicherung

Es stecken ein paar (meist gute) Normalhaken. Zusätzlich kann man sehr gut mit Schlingen und Klemmgeräten absichern.

Zustieg

Vom Parkplatz Scharnitzkehl folgt man der Forststraße bis zu einer markanten Linkskehre. Nun nicht rechts in die breite Stichstraße, sondern wenige Meter auf dem Pfad geradeaus weiter, bevor man nach rechts auf einen schmalen Steig abzweigt. Es geht steil durch Buchenwald bergan, bis sich der Steig auf ca. 1.250 Metern Höhe nach rechts in die Felsen wendet (nicht geradeaus weiter!). Nun ausgesetzt dem Pflugtalsteig bis ins untere Pflugtal folgen (Stellen II, teilweise versichert und rot markiert). Über den anschließend deutlich leichteren Steig (Stellen I, rot markiert) steigt man zu einem Kessel empor. Rechts haltend umgeht man die steile Plattenstufe und erreicht einen zweiten Plattenaufschwung, den man direkt überklettert (Stelle II, I). Danach links haltend zu einer kurzen, versicherten Steilstufe mit Steigbuch (II). Direkt nach der Steilstufe verlässt man den Steig und quert bis unter die markante Südwand des Pflughörndls direkt in Falllinie von drei auffälligen Zacken. (2 - 2 1/2 Std.)

Lattengebirge

Kleiner Rotofenturm

Reichenhaller Rinne V und IV · E5 · 60 m · Nordwest · 1 Std. · M. Hartmann, H. Bose, vermutlich 1909 / Nordkante: M. Rutschmann, L. Schifferer, 1913

Charakter

Unten steile, längere Zeit feuchte Kaminkletterei, im oberen Bereich eher Wandkletterei an festem Fels.

Absicherung

Die Stände sind mit zwei Bohrhaken ausgestattet. Ansonsten alte Normalhaken. Die zweite Seillänge der Reichenhaller Rinne ist nur schwer absicherbar.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man bis zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wendet man sich am Rotofensattel nach links, erreicht man nach wenigen Metern den Einstieg zur Westflanke. Der Einstieg zur Reichenhaller Rinne liegt wenige Meter links unterhalb der Westflanke. (1 - 1 1/2 Std.)

Westflanke IV- (Passage), oberer Teil leichter · E3 · 60 m · West · 1/2 Std. · M. Hartmann, 1906

Charakter

Kurze Kletterei über zwei Seillängen. Die erste Seillänge hat eine schwere Passage.

Absicherung

Ausreichend mit Normalhaken abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man bis zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wendet man sich am Rotofensattel nach links, erreicht man nach wenigen Metern den Einstieg zur Westflanke. (1 - 1 1/2 Std.)

Westgrat IV+ (Stelle), Passagen IV- und III, oberer Teil leichter · E4 · 85 m · West · 1/2-1 Std. · H. Horst, W. v. Goeldel, W. Lossen, 1902

Charakter

Anfangs steile Risskletterei, im oberen Teil geneigt und brüchig.

Absicherung

Alpin! Es stecken nur sporadisch Normalhaken. Zusätzliche Absicherung aufgrund der Bürchigkeit schwierig.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man bis zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wendet man sich am Rotofensattel nach links, erreicht man nach wenigen Metern den Einstieg zur Westflanke. Der Einstieg zum Westgrat liegt an einem Riss ein kleines Stück weiter rechts. (1 - 1 1/2 Std.)

Predigtstuhl

Nordwestflanke II+ (Stelle), sonst II, I und Gehgelände · - · 1.250 m · Nordwest · 3-4 Std. · Unbekannt, vor 1910

Charakter

Lange, leichte Kraxeltour, die zwar teilweise etwas brüchig ist, sich insgesamt aber viel lohnender und latschenfreier präsentiert, als es von unten den Anschein hat.

Absicherung

Ganz unten stecken zwei NH (warum auch immer) und am Teufelssessel gibt es zwei Abseilstände mit Bohrhaken. Dazwischen keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz am Saalachsee folgt man kurz dem Waxriessteig, bleibt dann aber noch wenige Meter auf der Forststraße, bis in einer Rechtskehre Pfadspuren nach links abgehen, denen man durch den Wald bis zum Kesselbach folgt. (1/2 Std.)

Großer Rotofenturm

Berchtesgadener Rinne III- (Stellen), meist leichter · E2 · 100 m · Südwest · 1 Std. · F. W. v. Schoen und Gef., 1897

Charakter

Beliebte, kurze Anfängertour. Obwohl die Tour inzwischen gut abgeklettert ist, sollte man darauf eingestellt sein, dass nicht jeder Griff fest ist.

Absicherung

Gut mit Bohrhaken und Normalhaken abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man bis zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wendet man sich am Rotofensattel nach links, erreicht man nach wenigen Metern den Einstieg zur Westflanke. Um zur Berchtesgadener Rinne zu gelangen, quert man unterhalb der Felsen rechts um den Kl. Rotofenturm herum (ca. 40 Hm absteigen), bis man eine steile Grasmulde erreicht, durch die man bis zu zwei Gedenktafeln ansteigen kann. Der Einstieg befindet sich etwas rechts der Verschneidung. (1 1/2 Std.)

Nordostkamin V (Stelle), mehrere Passagen IV+ und IV, sonst leichter · E4 · 210 m · Nordost · 2-3 Std. · H. Flatscher, K. Rieser, 1923

Charakter

Klassischer Durchstieg durch die abweisende Nordwand. Teilweise brüchig.. Lange feucht.

Absicherung

Alpine Route mit wenigen teils schlechten Normalhaken. Zusätzliche Absicherung eventuell sogar mit Hammer und Haken erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man bis zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wendet man sich am Rotofensattel nach links, erreicht man nach wenigen Metern den Einstieg zur Westflanke. Man quert nun unterhalb der Felsen nach links, bis man an einem Baum unterhalb einer breiten Gras- und Schrofenrinne Stand machen kann. (1 1/2 Std.)

Nordwand IV+ (Stelle), mehrere Passagen III+ und III, sonst II und I · E4 · 205 m · Nord · 2-3 Std. · M. Hartmann, H. Bose, 1909

Charakter

Klassischer Durchstieg auf dem einfachsten Weg durch die abweisende Nordwand. Teilweise brüchig und ausgesetzt. Lange feucht.

Absicherung

Alpine Route mit wenigen teils schlechten Normalhaken. Zusätzliche Absicherung eventuell sogar mit Hammer und Haken erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man bis zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wendet man sich am Rotofensattel nach links, erreicht man nach wenigen Metern den Einstieg zur Westflanke. Man quert nun unterhalb der Felsen nach links, bis man an einem Baum unterhalb einer breiten Gras- und Schrofenrinne Stand machen kann. (1 1/2 Std.)

Normalweg III- (Stelle), Stelle II, längere Passagen I · E4 · 180 m · Südost · 1/2-1 Std. · H. v. Barth, 1868

Charakter

Markierter Steig bis zum Rotofensattel, dann leichte, aber steile und ausgesetzte Schrofenkletterei.

Absicherung

Wenige Normalhaken vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man bis zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wendet man sich am Rotofensattel nach links, erreicht man nach wenigen Metern den Einstieg zur Westflanke. Man quert nun unterhalb der Felsen rechts um den Kl. Rotofenturm herum (ca. 40 Hm absteigen), quert ebenfalls eine steile Grasmulde, die zum Einstieg der Berchtesgadener Rinne führt, bis man eine weitere markante Rinne erreicht (Steinmann), die zu einem baumbestandenen Sattel führt. (1 1/2 Std.)

Westgrat IV- (Stelle), Passagen III, meist III- und II · E4 · 150 m · Nordwest · 1 1/2 Std. · M. Hartmann, H. Bose, 1909

Charakter

Klassische Gratkletterei bei der sich Felsstufen mit Absätzen abwechseln.

Absicherung

Anfangs stecken nur sehr sporadisch Normalhaken. Ab dem Felstörl saniert.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man bis zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wendet man sich am Rotofensattel nach links, erreicht man nach wenigen Metern den Einstieg zur Westflanke. Man quert nun unterhalb der Felsen nach links, bis man den Einstieg zum Westgrat wenige Meter unterhalb der markanten Reichenhaller Rinne erreicht. (1 - 1 1/2 Std.)

Signalkopf

Alte Nordwand V+ (2 Passagen), teilweise V und V-, erste und letzte SL leichter · E4 · 90 m · Nord · 2 Std. · H. Feichtner, K. Fellensteiner, W. Langthaler, 1912

Charakter

Kurze aber durchaus schöne Kletterei durch die steile Nordwand. Nicht alles ist fest, insgesamt ist die Felsqualität aber durchaus gut.

Absicherung

In der ersten Seillänge stecken 2 Bohrhaken und in der Schlüsselseillänge stecken viele alte Normalhaken, die aber meist noch recht solide wirken. Zusätzliche mobile Absicherung eher schwierig.

Zustieg

Vom Parkplatz am Hintersberg 500 Meter der Forststraße folgen und dann nach rechts auf einen angenehm ansteigenden, ausgeschilderten Wanderweg abbiegen, dem man zum Rotofensattel (1.290m) folgt. Wenige Meter unterhalb zweigen rechts Pfadspuren ab (Steinmann), über die man immer am Wandfuß bleibend bis zum Einstieg links einer Höhle gelangt. (1 1/2 Std.)

Törlkopf

Ostwand IV (längere Passagen), im Mittelteil auch leichter · E2 · 285 m · Ost · 2-3 Std. · L. Schifferer, V. Raitmayr, 1923

Charakter

Selten begangene Alpinkletterei, die für den Grad stellenweise recht ausgesetzt und anspruchsvoll ist. Die zweite Seillänge ist oft nass, allerdings ist der Fels so rau, dass das nicht weiter stört.

Absicherung

Leider wurde die Route im Jahr 2021 ohne Absprache komplett mit Bohrhaken saniert.

Zustieg

Die ersten 300 Höhenmeter folgt man einer markierten Forststraße vom Parkplatz am Frechenbach in Richtung Mitterkaser-Diensthütte (Abkürzungen möglich). Ca. 15 Minuten nachdem man links auf einen Wanderweg abzweigt, geht rechterseits ein unscheinbarer Pfad weg, dem man eine halbe Stunde bis auf einen sanften Bergrücken folgt. Ab hier steigt man weglos zu der markanten Törlkopf-Ostwand empor. Der Einstieg befindet sich links von einem markanten, meist nassen Kamin. (2 Std.)

Südostpfeiler VI (2 Stellen), anhaltend V, Ein- und Ausstieg leichter · E4 · 80 m · Südost · 1-2 Std. · H., F. und K. Schülein, 1959

Charakter

Kurze, schwere Kletterei über den steilen Pfeiler.

Absicherung

An den schwierigen Stellen ausreichende Absicherung an Normalhaken. Zusätzliche Absicherung gut möglich.

Zustieg

Die ersten 300 Höhenmeter folgt man einer markierten Forststraße vom Parkplatz am Frechenbach in Richtung Mitterkaser-Diensthütte (Abkürzungen möglich). Ca. 15 Minuten nachdem man links auf einen Wanderweg abzweigt, geht rechterseits ein unscheinbarer Pfad weg, dem man eine halbe Stunde bis auf einen sanften Bergrücken folgt. Ab hier steigt man weglos in Richtung der deutlichen Rinne (Törlrinne, II) empor, die sich links neben der Törlkopf Ostwand befindet. Durch eine freigeschnittene Latschengasse (Stelle I) zu einem großen Schuttfeld. Etwas links haltend über Schrofen (I)emporklettern, bevor man nach rechts an den Wandfuß des markanten Pfeilers queren kann. (2 Std.)

Östliche Chiemgauer Alpen

Dürrnbachhorn

Nordwand II, teilweise leichter · - · 300 m · Nordost · 1-1 1/2 Std. · Unbekannt

Charakter

Überaus brüchige und splittrige Schrofenkletterei.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden und wegen dem brüchigen Gestein auch kaum möglich.

Zustieg

Vom Parkplatz an der Lödenalm dem Pfad links des großen Geröllstroms (Langer Sand) folgen. Nach circa 15 Minuten steigt man kurz an, bevor man wieder zu der Sandreiße absteigt. Nun äußerst mühsam circa. 1,5 Stunden weglos über das immer steiler werdende Geröll ansteigen bis man fast zum Ende der Sandreiße gelangt und über eine der geneigten Schichtplatten extrem brüchig in die Nordflanke klettern kann. (2 Std.)

Falkenstein

Südwestwand VI- (Stelle), Passagen V+ bis V-, selten leichter · E3 · 85 m · Südwest · 1 1/2 Std. · S. Schmitz und Gef., um 2015

Charakter

Stellenweise leider etwas brüchige und grasige Kletterei, die aufgrund der Exposition allerdings bereits früh im Jahr möglich ist.

Absicherung

Mit Bohr- und Normalhaken in etwas weiteren Abständen gesichert. Zusätzliche Absicherung teilweise schwierig.

Zustieg

Vom Parkplatz Zwing unterquert man die B 305 und wandert auf der Forststraße ein kurzes Stück nach rechts, bis links ein kurzer Fostweg abzweigt. Nach wenigen Metern beginnt linker Hand ein Pfad, der nun steil in Richtung Falkenstein führt. In einer scharfen Kehre auf ca. 1040 Metern Höhe führen Wegspuren geradeaus weiter. Man folgt dem Weg bis zu einer Felsmulde auf der rechten Seite, in der der Anstieg beginnt. BH am Einstieg. (1 Std.)

Freilassinger Turm

Nordwestkante VI- (Passagen), meist V+ und V-, stellenweise leichter · E4 · 65 m · Nordwest · 1-2 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze Kletterei auf den imposanten, versteckten Turm. Der Fels ist meist sehr griffig, nicht jeder der Griffe ist aber auch fest.

Absicherung

Es stecken zwar viele, oft aber schlechte Normalhaken. Zusätzliche Absicherung mit Schlingen und Klemmgeräten erforderlich.

Zustieg

Den normalen Wanderweg über die Bartlmahd in Richtung Reichenhaller Haus aufsteigen. Ungefähr 10 Minuten vor der Unterkunftshütte wird der Weg flach und man steigt weglos einige Meter nach Norden bis zur markanten Gratkante oberhalb des Staufenkares an. Direkt gegenüber befindet sich der Freilassinger Turm. An zwei Bohrhaken kann man sich 50 Meter zum Wandfuß abseilen. Der Einstieg befindet sich auf der Talseite des Turms direkt an der Nordwestkante. (2 1/2 Std.)

Gföllhörndl

Westgrat V (10m), eine Passage IV-, teilweise III+, meist III und II · E4 · 115 m · West · 1 1/2-2 Std. · Unbekannt

Charakter

Ist der Anfangsriss noch absolut plattig, so wird die Route später leider teilweise sehr brüchig. Trotzdem lohnt vor allem im Herbst die Kletterei allein schon wegen der tollen Ausblicke.

Absicherung

Vereinzelt Normalhaken. Der Großteil muss selbst abgesichert werden (auch die Stände). Die Schlüsselstelle ist nur schlecht abzusichern.

Zustieg

Vom Parkplatz Loderbichl folgt man der Straße an der Mautstation (Mautstraße Loferer Alm) entlang, bis links eine ausgeschilderte Schotterstraße zur Braugföllalm abzweigt. An der Alm zweigt ein ausgeschilderter Steig rechts ab, dem man zunehmend steiler durch eine breite Grasrinne bis zum Sattel zwischen Grub- und Gföllhörndl folgt. Vom Sattel aus erreicht man über Pfadspuren in wenigen Minuten den Einstieg zum Westgrat direkt unterhalb eines markanten die Einstiegsplatte durchziehenden Risses. (1 1/2 - 2 Std.)

Gurnwandkopf

Nordostkante IV (Passagen), meist III bis IV-, selten leichter · E4 · 105 m · Nordost · 2 Std. · F. Bechtold, W. Merkl, 1920

Charakter

Schöne Kletterei über die gestufte Kante. Sehr aussichtsreich. Leider teilweise etwas brüchig.

Absicherung

Sporadisch mit Normalhaken von teilweise zweifelhafter Qualität abgesichert. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Schlingen erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch auf dem Jägersteig, bis man geradeaus durch Latschen querend das Schuttkar unterhalb des Gurnwandkopfs erreichen kann. Über eine Schrofenrinne (I) und einen kurzen Kamin (II) erreicht man den Grasabsatz zwischen Nordturm und Nordwand. Die Nordostkante beginnt unmittelbar links der Nordwand bei einem markanten Klemmblock, der eine natürliche Brücke bildet. (2 Std.)

Nordwestwand V (Stelle), Passagen V- und IV+, teils leichter · E4 · 150 m · Nordwest · 1 1/2-2 Std. · F. Bechtold, P. Müllritter, S. Buchner, 1924

Charakter

Vor allem im unteren und mittleren Teil schöne Kletterei. Die steile Ausstiegsrinne ist lange nass. Leider teilweise etwas brüchig.

Absicherung

Sporadisch mit Normalhaken von teilweise zweifelhafter Qualität abgesichert. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Schlingen erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch auf dem Jägersteig, bis man geradeaus durch Latschen querend das Schuttkar unterhalb des Gurnwandkopfs erreichen kann. Über eine Schrofenrinne (I) und einen kurzen Kamin (II) erreicht man den Grasabsatz zwischen Nordturm und Nordwand. Von hier steigt man ein kurzes Stück am Wandfuß nach rechts ab, bis man einen tiefen Kamin zwischen der Nordwestwand und einem weiteren Turm erreicht. Hier befindet sich der Einstieg. (2 Std.)

Hochgern

Gleißende Wand IV- (Stelle), eine Stelle III, kurze Passage I und II, sonst steiles Gehgelände. · E4 · 1.500 m · Nord · 1 1/2-2 Std. · Unbekannt

Charakter

Eigentlich eine weglose Bergtour über die steile Nordflanke auf den Hochgern. Der einzige nennenswerte Wandgürtel ist die 20-50 Meter hohe Gleißende Wand, die aber auch westlich umgangen werden kann.

Absicherung

3 Normalhaken in der westlichen Variante (25m, II+).

Zustieg

Vom Parkplatz Kohlstadt folgt man dem breiten Forstweg weiter ins Tal hinein, bis man auf 810 Metern Höhe rechts auf einen ausgeschilderten Weg zur Vorderalm abzweigen kann. Auf der Almwiese zweigt links ein schmaler Pfad ab, der teilweise über Stege in ca. 20 Minuten zur Brachtalm leitet. Hinter der Alm steigt man weglos in einen großen Kessel unterhalb des Sillecks an. (1 1/2 Std.)

Hochstaufen

Nordwand III (Stellen), meist II und I · E4 · 450 m · Nordost · 2-3 Std. · K. Wieder, W. Fux, H. Stranz, 1909

Charakter

Im unteren Bereich viel Gehgelände, das immer wieder von steileren Wandstufen unterbrochen wird. Im oberen Teil anhaltend steile, teilweise recht unangenehme Schrofen.

Absicherung

Alpin! Um die Absicherung muss man sich selbst kümmern. Es stecken nur drei alte NH.

Zustieg

Von Urwies aus in einer guten Stunde zur Mairalm, dort dem Wanderweg zum Hochstaufen (über die Steinernen Jäger) folgen. Wenn der Weiterweg links abgeht, weiter in Serpentinen der alten Fahrtrasse bis zu einem großen Geröllfeld folgen. Auf dem Geröllfeld bis direkt unter die Felswände und an diesen entlang nach rechts, bis man eine weitere breite Geröllrinne in Gipfelfalllinie erreicht. In dieser beginnt der Anstieg. (2 - 2 1/2 Std.)

Hörndlwand

Alter Schmidkunzweg III+ (Stelle), Stellen III, meist II und I, dazwischen Gehgelände · E2 · 250 m · Nordwest · 1-2 Std. · W. Schmidkunz, H. Geyer, 1906

Charakter

Leichte, stellenweise aber durchaus luftige Kletterei durch die gestufte Nordwestwand. Von sicheren Kletterern kann die Route auch seilfrei begangen werden.

Absicherung

Die Stände sind gebohrt. Dazwischen steckt eine bunte Mischung an unterschiedlichsten Haken.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Der Einstieg befindet sich auf einer Terrasse bei zahlreichen Gedenktafeln. (1 1/2 - 2 Std.)

Fritzriss VI+, oben etwas leichter · E3 · 40 m · Nord · 1/2 Std. · F. Bechtold, W. Merkl, 1920

Charakter

Sehr anstrengende Risskletterei. Nur in Verbindung mit einem kompletten Wanddurchstieg lohnend.

Absicherung

Sehr alpin. Zusätzliche Absicherung erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Nun über eine der Routen durch den Sockel klettern. Der Einstieg zum Fritzriss befindet sich am linken Ende des markanten Nordwestbands unterhalb des Vorbaus. (2 - 2 1/2 Std.)

Gelbe Wand VII+ · E2 · 190 m · Nordost · 3-4 Std. · S. Laub und Gef., 1939

Charakter

Anhaltend steile, imposante Kletterei.

Absicherung

Saniert. Keine zusätzliche Absicherung erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Man klettert die ersten anderthalb Seillängen des Alten Schmidkunzwegs (III-). Auf einem Absatz bei einer Nische wendet man sich nach links und erreicht über Schrofen (I) den Einstieg. (2 - 2 1/2 Std.)

Gipfelkamin IV+ (Stelle), meist IV und III · E4 · 60 m · Ost · 1/2-1 Std. · M. Zeller, G. Stockmaier, 1909

Charakter

Klassische Kaminkletterei über vier Absätze.

Absicherung

Es gibt eine Handvoll Normalhaken. Um die restliche Absicherung muss man sich selbst kümmern.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich links und erreicht kurze Zeit später das Ostertal. Wenn der Wald in Büsche und Geröll übergeht, sieht man rechts an der Südostwand der Hörndlwand drei markante Einschnitte. Der rechte Einschnitt ist der Gipfelkamin. An geeigneter Stelle verlässt man den Pfad und quert über Geröll bis zu einer Schrofenrinne (je nach Wegwahl I-II) über die man ein Stück gerade empor klettert. Unter den Wänden hält man sich nach rechts, klettert über eine Kante und steigt durch Latschen und Schrofen (I-II) zum weiter zum Einstieg an. (2 Std.)

Merklriss V, oben IV+ · E3 · 40 m · Nord · 1/2 Std. · W. Merkl, S. Wehkammer, 1920

Charakter

Kurze, steile Risskletterei. Anstrengend aber in Verbindung mit einem kompletten Wanddurchstieg sehr lohnend.

Absicherung

Stände gebohrt. Unten stecken drei Bohrhaken, oben dann nur noch Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Nun über eine der Routen durch den Sockel klettern. Der Einstieg zum Merklriss befindet sich auf dem markanten Nordwestband unterhalb des Vorbaus. (2 - 2 1/2 Std.)

Neuer Schmidkunzweg III+ (Stelle), Stellen III, meist II und I, dazwischen Gehgelände · E2 · 230 m · Nordwest · 1-1 1/2 Std. · W. Schmidkunz, F. Frenckel, 1909

Charakter

Sehr abwechslungsreiche Kletterei. Leichte Passagen wechseln sich mit kurzen, schönen Kletterstellen ab. Nur selten ausgesetzt.

Absicherung

Die Stände sind gebohrt. Dazwischen steckt eine bunte Mischung an unterschiedlichsten Haken.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus auf einen Bergrücken steigen kann. Man hält sich weiter auf dem Rücken gerade auf eine Rinne zu. Der Einstieg befindet sich links bei einer Nische. (1 1/2 - 2 Std.)

Nordkamin VI- (Stelle), anhaltend V+ bis V- · E4 · 60 m · Nord · 1 Std. · W. v. Redwitz, Wörner, v. Zurein, 1912

Charakter

Sehr anstrengende Kaminkletterei. Nur in Verbindung mit einem kompletten Wanddurchstieg lohnend.

Absicherung

Sehr alpin. Zusätzliche Absicherung erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Nun über eine der Routen durch den Sockel klettern. Der Einstieg zum Nordkamin befindet sich links vom Fritzriss. (2 - 2 1/2 Std.)

Nordwestkante VI- (Stelle), sonst leichter · E4 · 60 m · Nordwest · 1/2 Std. · L. und K. Haberlander, X. Rottenaicher, 1922

Charakter

Kurze, steile Kletterei an der Kante. Danach über den einfachen Grat zum Gipfel. Nur in Verbindung mit einem kompletten Wanddurchstieg lohnend.

Absicherung

Stände gebohrt, aber nur wenige Zwischenhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Nun über eine der Routen durch Sockel und Vorbau klettern. Der Einstieg zur Nordwestkante befindet sich direkt an dem markanten Gendarm des Schmidkunzwegs unterhalb der Gipfelrinne. (2 - 2 1/2 Std.)

Nordwestverschneidung V+, nur anfangs leichter · E4 · 50 m · Nordwest · 1/2 Std. · F. Bechtold, W. Merkl, L. Sager, 1916

Charakter

Kurze, steile Verschneidungskletterei. Nur in Verbindung mit anderen Routen an der Hörndlwand lohnend.

Absicherung

Oberer Stand gebohrt, kaum Zwischensicherungen.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Nun über eine der Routen durch Sockel und Vorbau klettern. Der Einstieg zur Nordwestverschneidung befindet sich auf dem deutlichen Band unterhalb des Gipfelgrats. (2 - 2 1/2 Std.)

Ostertalkamin V (Stelle), anhaltend IV, selten leichter · E4 · 140 m · Südost · 1 1/2-2 Std. · M. Zeller, 1907

Charakter

Anhaltend schwere Kaminkletterei. Vor allem die erste Seillänge dürfte oft nass sein, was die Tour auch nicht gerade leichter macht.

Absicherung

Alpin! An den meisten Ständen stecken alte Normalhaken. Zwischensicherungen gibt es kaum. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Schlingen erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich links und erreicht kurze Zeit später das Ostertal. Wenn der Wald in Büsche und Geröll übergeht, sieht man rechts an der Südostwand der Hörndlwand drei markante Einschnitte. Der linke Einschnitt ist der Ostertalkamin. An geeigneter Stelle verlässt man den Pfad und quert über Geröll bis zu einer Schrofenrinne über die man gerade zum Einstieg klettern kann (je nach Wegwahl I-II). (2 Std.)

Ostgrat III (2 Stellen), Stellen II, meist I und Gehgelände, bei Überkletterung der Türme schwerer · E4 · 550 m · Nordost · 2-3 Std. · M. Pflanz, 1901

Charakter

Einfache, teilweise sehr grasige Gratkletterei.

Absicherung

Alpin! Um die Absicherung muss man sich selbst kümmern. Wenige alte NH.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich links und erreicht kurze Zeit später das Ostertal. Noch bevor man den Wald verlässt, steigt man rechts über einen steilen Grashang zum Grat an. Zwischen den überhängenden Wänden gibt es eine kleine Scharte, zu der man über eine kurze Schrofenstufe empor klettern kann. (1 1/2 - 2 Std.)

Ostkante VI+, oft V, erst im oberen Teil leichter · E4 · 195 m · Ost · 2 1/2-3 1/2 Std. · L. und K. Haberlander, X. Rottenaicher, 1922

Charakter

In den ersten zwei SL sehr steile, klassische Riss- und Kaminkletterei. Danach leichter, aber etwas unübersichtlich.

Absicherung

Teilweise sanierte Stände und einige wenige gebohrte Zwischenhaken, dazwischen Schlingen und NH.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich links und erreicht kurze Zeit später das Ostertal. Wenn der Wald in Büsche und Geröll übergeht, sieht man rechts an der Südostwand der Hörndlwand drei markante Einschnitte. Der rechte Einschnitt ist der Gipfelkamin. An geeigneter Stelle verlässt man den Pfad und quert über Geröll bis zu einer Schrofenrinne (je nach Wegwahl I-II) über die man ein Stück gerade empor klettert. Unter den Wänden hält man sich nach rechts, klettert über eine Kante und steigt durch Latschen und Schrofen (I-II) zum weiter zum Einstieg des Gipfelrisses. Von hier entweder schwierig abkletternd (III) oder abseilend in den Schrofen rechts der Ostkante abwärts, bis man nach links zum Einstieg queren kann. Insgesamt ein komplizierter Zustieg (der alternative Zustieg über die Hörndlalm ist ähnlich schwierig, III). (2 - 2 1/2 Std.)

Schmittriss VI (Stelle), sonst V, kaum leichter · E4 · 40 m · Nord · 1/2 Std. · G. Mitterer, F. Schmitt, 1926

Charakter

Kurze, steile Risskletterei, die so gut wie nicht mehr geklettert wird.

Absicherung

Viele Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Nun über eine der Routen durch den Sockel klettern. Der Einstieg zum Schmittriss befindet sich auf dem markanten Nordwestband unterhalb des Vorbaus rechts vom Merklriss. (2 - 2 1/2 Std.)

Vorbaukamin IV+ (durchgehend) · E4 · 65 m · Nord · 1 Std. · F. Bechtold, W. Merkl, L. Sager, 1916

Charakter

Anhaltend steile Kaminkletterei. In Verbindung mit einem kompletten Wanddurchstieg sehr lohnend.

Absicherung

Alpin. Die Stände sind gebohrt, ansonsten gibt es nur wenige Zwischenhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich rechts und steigt nun zur unbewirtschafteten Hörndlalm auf. Nach der Alm bleibt man noch ein kurzes Stück auf dem Jägersteig, bis man bei einem umgestürzten Baum über deutliche Pfadspuren geradeaus zum Wandfuß ansteigen kann. Man klettert die ersten anderthalb Seillängen des Alten Schmidkunzwegs (III-). Auf einem Absatz bei einer Nische wendet man sich nach links und erreicht über Schrofen (I) den Einstieg rechts der Gelben Wand. (2 - 2 1/2 Std.)

Zellerschlucht IV (Stelle), Stelle III-, sonst meist II und I · E4 · 190 m · Südost · 1-1 1/2 Std. · M. Zeller, 1908

Charakter

Interessanter Anstieg durch eine enge Klamm. Die Kletterei beschränkt sich aber meist auf kurze Wandstufen und Kamine.

Absicherung

Es gibt eine Handvoll Normalhaken. Um die restliche Absicherung muss man sich selbst kümmern.

Zustieg

Vom Parkplatz Seehaus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg zur Brander Alm. Oberhalb der Alm geht es wieder in den Wald, wo man nach ca. 15 Minuten eine ausgeschilderte Abzweigung erreicht. Man hält sich links und erreicht kurze Zeit später das Ostertal. Wenn der Wald in Büsche und Geröll übergeht, sieht man rechts an der Südostwand der Hörndlwand drei markante Einschnitte. Der mittlere Einschnitt ist die Zellerschlucht. An geeigneter Stelle verlässt man den Pfad und quert über Geröll bis zu einer Schrofenrinne über die man gerade zum Einstieg klettern kann (je nach Wegwahl I-II). (2 Std.)

Vorderer Rauschberg

Direkte Nordwestwand VII (Stelle), Passagen VI und VI-, unterer und oberer Teil leichter · E4 · 70 m · Nordwest · 2 Std. · Unbekannt

Charakter

Im Mittelteil sehr steile, imposante und kräftezehrende Kletterei. Nach 20 Metern ist es allerdings auch schon wieder vorbei und man klettert über brüchige Schrofen dem Ausstieg entgegen.

Absicherung

In der Schlüsselseillänge stecken ein paar (meist schlechte) Haken. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Schlingen nötig.

Zustieg

Vom Parkplatz Ramsler folgt man dem ausgeschilderten, breiten Waldweg links Richtung Rauschberg. Nach 15 Minuten zweigt rechts ein Pfad ab (Hutzenauer Steig), der die gesamte Ostflanke des Rauschbergs quert. Nach den zwei großen Schuttströmen windet sich der Steig steil empor, bis man auf einer Höhe von 1.300 Metern auf eine breite Forststraße trifft, die von der Sackgrabenalm emporführt und der man weiter bergan folgt. Kurze Zeit später erreicht man offenes Almgelände und wenig später den Gipfel des Vorderen Rauschbergs. Vom Gipfelkreuz muss man nun ca. 100 Meter steil nach Norden abklettern (je nach Wegwahl meist II-III). Am einfachsten geht dies am hinteren Funkmast, wo die Latschen nicht ganz so dicht sind. Man steigt ein paar Meter nach Norden ab, quert dann durch Latschen ein Stück nach Osten und klettert anschließend gerade über Schrofen ab. Am Wandfuß angelangt, quert man über Geröll Richtung Westen, bis man den Einstieg zur Direkten Nordwestwand erreicht. (3 Std.)

Parallelkamin IV (Stelle), Stelle IV-, oft III und II / E4 · E4 · 100 m · West · 1 1/2 Std. · Vermutlich M. Zeller, um 1905

Charakter

Anfangs sehr grasige, dann aber durchaus schöne Kletterei direkt unter der Rauschbergbahn.

Absicherung

Der Parallelkamin muss komplett selbst abgesichert werden. Es steckt nur ein alter Haken. Mit Klemmgeräten und Schlingen geht das aber wunderbar.

Zustieg

Vom Parkplatz Ramsler folgt man dem ausgeschilderten, breiten Waldweg links Richtung Rauschberg. Nach 15 Minuten zweigt rechts ein Pfad ab (Hutzenauer Steig), der die gesamte Ostflanke des Rauschbergs quert. Nach den zwei großen Schuttströmen windet sich der Steig steil empor, bis man auf einer Höhe von 1.300 Metern auf eine breite Forststraße trifft, die von der Sackgrabenalm emporführt und der man weiter bergan folgt. Kurze Zeit später erreicht man offenes Almgelände und wenig später den Gipfel des Vorderen Rauschbergs. Vom Gipfelkreuz muss man nun ca. 100 Meter steil nach Norden abklettern (je nach Wegwahl meist II-III). Am einfachsten geht dies am hinteren Funkmast, wo die Latschen nicht ganz so dicht sind. Man steigt ein paar Meter nach Norden ab, quert dann durch Latschen ein Stück nach Osten und klettert anschließend gerade über Schrofen ab. Am Wandfuß angelangt, quert man über Geröll Richtung Westen, bis man den Einstieg zum Parallelkamin erreicht. (3 Std.)

Zellerkamin IV- (Stelle), meist III · E4 · 80 m · West · 1 1/2 Std. · M. Zeller, 1906

Charakter

Überaus enge Kaminkletterei mit einer sehr ungewöhnlichen Kletterstelle.

Absicherung

Für eine solch selten begangene Route stecken überraschend viele Normalhaken. Nichtsdestotrotz muss aber das meiste selbst abgesichert werden.

Zustieg

Vom Parkplatz Ramsler folgt man dem ausgeschilderten, breiten Waldweg links Richtung Rauschberg. Nach 15 Minuten zweigt rechts ein Pfad ab (Hutzenauer Steig), der die gesamte Ostflanke des Rauschbergs quert. Nach den zwei großen Schuttströmen windet sich der Steig steil empor, bis man auf einer Höhe von 1.300 Metern auf eine breite Forststraße trifft, die von der Sackgrabenalm emporführt und der man weiter bergan folgt. Kurze Zeit später erreicht man offenes Almgelände und wenig später den Gipfel des Vorderen Rauschbergs. Vom Gipfelkreuz muss man nun ca. 100 Meter steil nach Norden abklettern (je nach Wegwahl meist II-III). Am einfachsten geht dies am hinteren Funkmast, wo die Latschen nicht ganz so dicht sind. Man steigt ein paar Meter nach Norden ab, quert dann durch Latschen ein Stück nach Osten und klettert anschließend gerade über Schrofen ab. Am Wandfuß angelangt, quert man über Geröll Richtung Westen, bis man den Einstieg zum Zellerkamin erreicht. (3 Std.)

Hinterer Rauschberg

Nordostgrat III (Stelle), Rest leichter · E4 · 865 m · Nordost · 2-2 1/2 Std. · Unbekannt

Charakter

Anfangs ist die Kletterei recht schön. Am Grat wird es aber leider zu einem ziemlichen Latschengewühl. Besser im Winter.

Absicherung

In der Schlüsselstelle steckt ein Normalhaken. Ansonsten ist keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Froschsee über die Forststraße Richtung Rauschberg. Sobald möglich quert man nach der Roßgasse durch Wald und über ein Geröllfeld nach rechts zu den Felsen. (1 1/2 Std.)

Sonntagshorn

Nordgrat III (Passagen), meist II und I · E4 · 580 m · Nordwest · 2-3 Std. · J. Gmelch, 1892

Charakter

Anfangs düstere, gestufte Rinnenkletterei. Darauf folgt ein anfangs steiler, stellenweise ausgesetzter und ebenfalls ziemlich brüchiger Grat.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden. Eine mobile Absicherung ist aufgrund des sehr brüchigen Gesteins nicht immer einfach.

Zustieg

Vom Parkplatz Laubau folgt man dem ausgeschilderten Forstweg zur Schwarzachenalm (bis hierher bietet sich das Mountainbike an - 15 Minuten, sonst 45 Minuten). Kurz vor der Alm zweigt man rechts ab und erreicht einen schmalen Pfad, der sich nach 10 Minuten teilt. Man hält sich links und gelangt an der Kraxenbach-Triftklause vorbei ins Hintere Kraxenbachtal. Ungefähr 20 Minuten nach der Diensthütte und noch bevor man das Geröll des großen Schuttkars erreicht, hält man sich rechts und steigt zu einer markanten, dunklen Schlucht empor, die bis zur Kraxenbachschneid hinaufzieht. Der Beginn der Schlucht bildet auch den Einstieg. (2 - 2 1/2 Std.)

Nordwestwand III (Stelle), Stellen II und I, meist Gehgelände · E4 · 600 m · Nordwest · 1 1/2-2 Std. · Unbekannt

Charakter

Weglose Bergtour bei der sich kurze Stufen und steiles Gehgelände abwechseln. Von geländegängigen Bergsteigern kann die Route auch im Abstieg geklettert werden. Dies ist dann der schnellste Weg vom Gipfel ins Mittlere Kraxenbachtal.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Laubau folgt man dem ausgeschilderten Forstweg zur Schwarzachenalm (bis hierher bietet sich das Mountainbike an - 15 Minuten, sonst 45 Minuten). Kurz vor der Alm zweigt man rechts ab und erreicht einen schmalen Pfad, der sich nach 10 Minuten teilt. Man quert über den Bach (keine Brücke) und folgt dem Steig ins Mittlere Kraxenbachtal. Der Steig führt durch Wald stetig bergan, bis man auf 1.450 Metern Höhe den Großen Sand erreicht, ein gewaltiges Schuttkar. Bald erscheint links eine deutliche Schlucht, die den Einstieg vermittelt. (2 - 2 1/2 Std.)

Staufenturm

Normalweg V+ (Stelle), Passagen V und IV+, selten leichter · E3 · 65 m · Südost · 1 1/2 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze Kletterei auf den imposanten, versteckten Turm. Der Fels ist auf den letzten Metern leider sehr brüchig.

Absicherung

Die Stände sind gebohrt. Dazwischen stecken ausreichend Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Zwing wandert man auf der Falkenstein-Runde in Richtung Falkensee. Kurz vor einer Wiese zweigt rechts ein schmaler Forstweg in Richtung Weißbachquelle ab. Links neben dem Bach beginnt ein steiler Pfad, der sich nun die Bergflanke emporwindet. Auf 900 Metern Höhe zweigt man nach rechts auf einen weiteren Steig ab, der nun um den Großen Turm herumführt. Der Einstieg befindet sich knapp unterhalb des Sattels zwischen Staufenturm und Scharnkopf. (1 Std.)

Vorderlahnerkopf

Direkter Nordgrat IV- (Stelle), Stellen II, meist I und Gehgelände · - · 1.820 m · Nordwest · 3-4 Std. · M. Zeller, 1910

Charakter

Natürlich ist dies keine richtige Klettertour. Für den geübten Bergsteiger, der sich sicher in steilen, weglosen Gelände zurechtfindet, ist die Tour durchaus lohnend. Einsam und teilweise durchaus schöne Kletterstellen. Leider allerdings auch viele Latschen.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Laubau folgt man dem ausgeschilderten Forstweg zur Schwarzachenalm (bis hierher bietet sich das Mountainbike an - 15 Minuten, sonst 45 Minuten). Kurz vor der Alm zweigt man rechts ab und erreicht einen schmalen Pfad. Sobald der Pfad am Fluss entlangführt, überschreitet man die Schwarzachen und trifft auf der gegenüberliegenden Uferseite auf einen weiteren Pfad, der nun steil durch den Wald empor führt. Man folgt dem Pfad, bis man auf einer Höhe von ca. 1040 Metern links abzweigen kann und immer leicht absteigend ins Vordere Kraxenbachtal gelangt. An der Stelle, an der sich der Bach gabelt, verlässt man den Pfad und steigt weglos ins Bachbett hinab. (1 1/2 - 2 Std.)

Nordflanke III- (Stelle), Stellen II, meist I und Gehgelände · - · 1.890 m · Nordwest · 2-3 Std. · Unbekannt

Charakter

Natürlich ist dies keine richtige Klettertour. Für den geübten Bergsteiger, der sich sicher in steilen, weglosen Gelände zurechtfindet, ist die Tour durchaus lohnend. Einsam, überraschend wenig Latschen und landschaftlich grandios.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Laubau folgt man dem ausgeschilderten Forstweg zur Schwarzachenalm (bis hierher bietet sich das Mountainbike an - 15 Minuten, sonst 45 Minuten). Kurz vor der Alm zweigt man rechts ab und erreicht einen schmalen Pfad. Sobald der Pfad am Fluss entlangführt, überschreitet man die Schwarzachen und trifft auf der gegenüberliegenden Uferseite auf einen weiteren Pfad, der nun steil durch den Wald empor führt. Man folgt dem Pfad, bis man auf einer Höhe von ca. 1040 Metern links abzweigen kann und immer leicht absteigend ins Vordere Kraxenbachtal gelangt. An der Stelle, an der sich der Bach gabelt, verlässt man den Pfad und steigt weglos ins Bachbett hinab. (1 1/2 - 2 Std.)

Nordgrat II+ (Stelle), Passagen I, meist Gehgelände · - · 820 m · Nordost · 1 1/2-2 Std. · J. Gmelch, vor 1907

Charakter

Warum sind solche Touren bloß aus der Mode gekommen? Brüchige, latschige, gestufte Kraxelei mit sehr rustikalem Charakter.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Laubau folgt man dem ausgeschilderten Forstweg zur Schwarzachenalm (bis hierher bietet sich das Mountainbike an - 15 Minuten, sonst 45 Minuten). Kurz vor der Alm zweigt man rechts ab und erreicht einen schmalen Pfad, der sich nach 10 Minuten teilt. Man quert über den Bach (keine Brücke) und folgt dem Steig ins Mittlere Kraxenbachtal. Der Steig führt durch Wald stetig bergan, bis man auf 1.450 Metern Höhe den Großen Sand erreicht, ein gewaltiges Schuttkar. (2 - 2 1/2 Std.)

Zwölferspitz

Nordschlucht II (Stellen), meist I oder Gehgelände · - · 380 m · Nord · 1-2 Std. · J. Gmelch, 1898

Charakter

Äußerst rustikale Kletterei durch die schuttrige und brüchige Schlucht. Weiter oben wartet viel Steilgras.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Wanderparkplatz in Staudach-Egerndach folgt man dem Wanderweg durch das Alplbachtal, bis man eine Forststraße erreicht und nach rechts abzweigend, beziehungsweise am Ende steil über einen Pfad ansteigend, zur Staudacheralm gelangt. (1 1/2 Std.)

Reiter Alm

Alpawand

Nordwand (Dürnberger) VI+, oft V - VI, im Vorbau leichter · E4 · 555 m · Nord · 5-7 Std. · T. Dürnberger, S. Schmiderer, J. Herbst, 1951

Charakter

Sehr lange, fast schon legendäre Kletterei durch die mächtigste Wand der Reiteralm. Seitdem es die Neutouren gibt, wird sie leider praktisch nicht mehr begangen.

Absicherung

In der klassischen Route stecken nur wenige Normalhaken. Teilweise wurde die Dürnberger-Führe von Neutouren überbohrt, so dass ihr ursprünglicher Charakter verloren ging. Insgesamt jedoch weiterhin anspruchsvoll und zusätzliche Absicherung auf jeden Fall erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig so lange folgen, bis er nah an den Wandfuß der Alpawand führt. Nun auf Pfadspuren unter den Wänden nach rechts, bis zu dem markanten Schrofenvorbau. Einstieg an einem Steinmann. (1 1/2 Std.)

Edelweißlahner

Südpfeiler VI+ (Passagen), meist VI bis V, am Grat leichter · E4 · 650 m · Süd · 5-8 Std. · H. Brandner, H. Krafft, 1979

Charakter

Anspruchsvolle Abenteuerroute, die sich gewaltig ziehen kann. Sollte nicht unterschätzt werden.

Absicherung

Wenige Normalhaken. Die Absicherung lässt sich aber in der Regel ganz gut ergänzen.

Zustieg

Vom Parkplatz Brandhäusl auf dem markierten Weg in Richtung Halsalm. Am Beginn der Almwiese dieselbe überqueren und eine ausgeschnittene Latschengasse anpeilen. Nun den Steinmännern bis zum Einstieg am Fuß des markanten Pfeilers folgen. (1 1/2 Std.)

Großes Mühlsturzhorn

Nordostgrat III (Stelle), Stellen II und I, meist Gehgelände · - · 350 m · Nordost · 3/4 Std. · A. Holzhausen, H. Gazert, J. Ruederer, J. Aschauer, 1892

Charakter

Kurze Kletterei, die sich vor allem bei einer Überschreitung des Mühlsturzhornes anbietet.

Absicherung

Eine Schlinge oberhalb der Schlüsselstelle. Ansonsten keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintersee folgt man dem Forstweg zur Halsalm bis in die sogenannte Halsgrube. Dort verlässt man den Forstweg und steigt über den Böselsteig in Richtung Hochfläche auf. Nach einer steilen, drahtseilversicherten Wandstufe zweigt links ein unmarkierter und nur sehr schwer zu erkennender Pfad ab, der teilweise versichert über Schrofen und sehr steile Latschen (Achtung! Morsche Holzleitern!) ins Wagendrischelkar führt (Stellen I). (2 1/2 - 3 Std.)

Südwand III+ (Stelle), eine Passage III, meist II und I · E4 · 450 m · Südwest · 3 Std. · M. Hartmann, H. Bose, 1909

Charakter

Alpiner Wanddurchstieg, der kaum noch begangen wird. In dem AVF mit II bewertet, sollte man die Tour trotzdem nicht unterschätzen. Die Route ist stellenweise ausgesetzt und brüchig und auch die Orientierung ist nicht immer problemlos. Zumindest wenn man die Route noch nicht kennt, sollte man dementsprechend Kletterausrüstung mitnehmen.

Absicherung

Um die Absicherung muss man sich selbst kümmern. Es stecken nur zwei alte NH.

Zustieg

Die ersten vier Kilometer wandert man vom Parkplatz Hintersee über die Hirschbichlstraße bis zur Engert-Holzstube (bis hierhin mit dem Mountainbike empfehlenswert). Kurz hinter der Hütte zweigt rechts der Schaflsteig ab, der steil bis unterhalb des Gr. Mühlsturzhorns führt. Ab hier dem Steig unterhalb der Stadelmauer folgen, bis man eine markante Schlucht erreicht. Links der Schlucht befindet sich der Einstieg. (2 1/2 Std.)

Großes Grundübelhorn

Barthrinne Stelle III-, oft II und I · E4 · 400 m · Nordwest · 3/4-1 Std. · H. v. Barth, J. Berger, 1868

Charakter

Einer der anspruchsvollsten Normalwege der Reiter Alm.

Absicherung

Für den Abstieg gibt es zwei Abseilstellen. Ansonsten keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintersee folgt man dem Forstweg zur Halsalm bis in die sogenannte Halsgrube. Dort verlässt man den Forstweg und steigt über den Böselsteig in Richtung Hochfläche auf. Nach einer steilen, drahtseilversicherten Wandstufe zweigt links ein unmarkierter und nur sehr schwer zu erkennender Pfad ab, der teilweise versichert über Schrofen und sehr steile Latschen (Achtung! Morsche Holzleitern!) ins Wagendrischelkar führt (Stellen I). Man steigt nun über Geröll bis zu der deutlichen Rampe an, die in die Scharte zwischen Kleinem und Großen Grundübelhorn emporzieht. (2 1/2 - 3 Std.)

Südkante V (2 Stellen), oft IV+ und IV, teilweise leichter · E3 · 590 m · Südwest · 5-7 Std. · H. v. Barth, J. Berger, 1868

Charakter

Einer der großen Alpinklassiker im Berchtesgadener Land! Wird nicht mehr so häufig wie früher geklettert, hat aber nichts von seinem Reiz verloren.

Absicherung

Die Stände sind eingerichtet und an den schweren Stellen stecken Normalhaken. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Klemmkeilen nötig.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintersee auf der Straße 5 Minuten in Richtung Hirschbichlpass gehen, bis rechts der Weg zur Halsalm abzweigt. Dem Weg folgt man etwa eine halbe Stunde aufwärts bis links ein deutlicher aber unmarkierter Weg abzweigt (nach einer Linkskurve - knapp 10 Minuten vor der Abzweigung des Böslsteigs, ca. 1050 m). Dem Pfad folgt man nun links aufwärts bis zum Sattel westlich des Teufelskopfs. Hier wird der Steig undeutlicher und führt rechts über den mit Latschen bewachsenen Rücken hinauf an die Ostflanke des Knittelhorns. Nun geht es leicht aufwärts durch die Latschen zum ersten Graben und in der Folge über mehrere Gräben querend bis unter die Südkante des Grundübelhorns. (2 - 2 1/2 Std.)

Grundübelturm

Westgrat IV (Stelle), Stelle IV-, oft III · E4 · 175 m · West · 1 1/2 Std. · G. Leuchs, 1900

Charakter

Ehemals beliebter Anstieg, der nur noch ganz selten begangen wird. Landschaftlich äußerst beeindruckend, aber auch sehr alpin!

Absicherung

Ein paar Normalhaken gibt es. Die Stände muss man aber größtenteils selbst einrichten - Schlingen und Klemmgeräte mitnehmen.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintersee folgt man dem Forstweg zur Halsalm bis in die sogenannte Halsgrube. Dort verlässt man den Forstweg und steigt über den Böselsteig in Richtung Hochfläche auf. Nach einer steilen, drahtseilversicherten Wandstufe zweigt links ein unmarkierter und nur sehr schwer zu erkennender Pfad ab, der teilweise versichert über Schrofen und sehr steile Latschen (Achtung! Morsche Holzleitern!) ins Wagendrischelkar führt (Stellen I). Man steigt nun mühsam durch das Kar weiter, bis man links in die deutliche, von vielen bizarren Türmen gesäumte Grundübelscharte emporsteigen kann. Die ersten zwei Grattürme kann man überklettern oder links einfach umgehen. (3 Std.)

Großes Häuselhorn

Südostgrat II und I · E4 · 200 m · Südost · 1 Std. · H. v. Barth, 1868

Charakter

Kurze teilweise aber durchaus luftige Kletterei, die sich vor allem als Abstieg oder Übergang anbietet.

Absicherung

Hin und wieder steckt mal ein alter Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Nun weiter zur Traunsteiner Hütte und auf dem markierten Weg durch die Rossgasse in Richtung Wagendrischelhorn. Vor dem Erreichen des Gipfels kann man über Kastplatten und Schrofen zu einer beliebigen Stelle am Verbindungsgrat Häuselhorn - Wagendrischelhorn ansteigen. (5 - 6 Std.)

Hirschbichlkamm

Überschreitung IV (Stelle, kann man auch abseilen), Stellen III und III-, meist II und I · E4 · 2.350 m · Südwest · 4-6 Std. · M. Zeller, F. J. Seitz, 1908

Charakter

Sehr lange Gratkletterei in teilweise äußerst brüchigem Fels. Landschaftlich wunderschön und trotz der Brüchigkeit lohnend.

Absicherung

Nur in der Schlüsselseillänge am Ameisnockenkopf stecken ein paar Normalhaken.

Zustieg

Vom Hintersee am besten mit dem Rad zur Engertstube und dann weiter über die Straße oder den Wanderweg bis zum Hirschbichlpass, von wo aus man weglos auf den ersten Gipfel (Hirschbichlkopf) wandert. (1 1/2 Std.)

Hirscheck

Nordwand V (Stelle), meist IV+ bis III+, selten leichter · E4 · 430 m · Nord · 4-5 Std. · H. und H. Feichtner, 1923

Charakter

Alpiner Klassiker, der früher als Genusstour galt.

Absicherung

Die ersten sechs Stände sind saniert, danach muss man die Stände selbst einrichten. An den wichtigsten Stellen stecken Schlaghaken. Nur der Ausstiegskamin muss komplett selbst abgesichert werden.

Zustieg

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz der Traunsteiner Hütte in Oberjettenberg. Man folgt erst der asphaltierten Straße, dann der Forststraße in Richtung Traunsteiner Hütte, bis man nach etwa 15 Minuten links auf eine kleine Forststraße (Schild »Kein weiterführender Wanderweg«) abzweigen kann. Kurz vor dem Ende der Forststraße (circa 910m) biegt man rechts auf einen deutlichen Pfad ab, dem man nun steil ansteigend bis ins Wartsteinkar folgt (Rucksackdepot). Ab dem Kar quert man auf deutlichen Pfadspuren immer am Wandfuß entlang nach links bis zur Rinne unter der Nordwand des Hirschecks. Man hält sich noch ein Stück weiter links, bis man an einer kleinen Mulde und durch eine Rinne kletternd, den Vorbau überwinden kann (II und I). Der Einstieg befindet sich auf einem markanten Grasabsatz links einer Lärche. (2 Std.)

Hirschwieskopf

Nordwand V+ (Stelle), Passagen V und V-, oft IV+ und III+, selten leichter · E4 · 535 m · Nord · 4-5 Std. · H. und S. Flatscher, 1935

Charakter

Anspruchsvolle, stellenweise ausgesetzte Kletterei, die sich nicht immer gut absichern lässt.

Absicherung

Es stecken nur einige sehr alte Normalhaken. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Keilen nötig.

Zustieg

Von der Alpenstraße steigt man über den Laufsattelsteig bis zum Mittersteig. Nun folgt man dem Mittersteig, bis man die dritte Rinne quert. Die gut gangbare Rinne leitet direkt zum Einstieg. (1 1/2 Std.)

Hohes Gerstfeld

Südwand IV+ (Stellen), Stellen IV, meist II und I, auch Gehgelände · E4 · 900 m · Süd · 5-6 Std. · H. Amanshauser, H. Feichtner, M. Hilber, 1919

Charakter

Äußerst lange Abenteuertour, die teilweise sehr ausgesetzt durch die imposante Wand führt. Gutes Gespür für den richtigen Weg erforderlich!

Absicherung

2 Standhaken und 2 Zwischenhaken auf 900 Metern. Man kann aber gut mit Friends, Klemmkeilen und Schlingen arbeiten.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintersee auf der Straße 5 Minuten in Richtung Hirschbichlpass gehen, bis rechts der Weg zur Halsalm abzweigt. Dem Weg folgt man etwa 45 Minuten bergan, bis oberhalb der Halsgrube auf ca. 1.170 Metern Höhe ein unmarkierter Pfad links abzweigt. Dem Pfad folgt man, bis er sich in einer Geröllrinne verläuft. Nun steigt man gerade durch die Rinne bis zum Wandfuß des Hohen Gerstfelds empor. (1 1/2 Std.)

Kleiner Bruder

Alte Westwand IV und IV- (2 Stellen), Stelle III+, Rest leichter · E4 · 155 m · Südwest · 1 1/2 Std. · H. Becker, J. Hartenstein, 1924

Charakter

Eine der kürzesten und einfachsten Möglichkeiten um auf den Kleinen Bruder zu kommen. Von der Kletterei her aber nicht zu empfehlen.

Absicherung

Abgesehen von zwei Bohrhaken in der Einstiegsrinne ist keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Bevor der Wanderweg nach der Alpaalm wieder nach rechts in den Wald führt, quert man die große Almwiese bis zur gegenüberliegenden Jagdhütte, an der man sich nach rechts in den Wald wendet. Hier beginnt ein schwach erkennbarer, mit Steinmännern markierter Steig. Wenn der Steig kurzzeitig eben verläuft, wendet man sich nach rechts und steigt weglos durch den Wald bis zu einem Felsgürtel empor, dem man nach links bis in eine roterdige Mulde folgt. Links der Mulde über Latschen und an Fixseilen bis auf einen Absatz ansteigen (II, Fixseile). In der dahinterliegenden Rinne beginnt der Anstieg. (2 1/2 - 3 Std.)

Führerweg III+ (Passage), Stelle III, sonst meist II und I · E4 · 200 m · Südost · 1-2 Std. · J. Oberlader, C. Mayrhofer, 1903

Charakter

Der Führerweg ist die leichteste Route auf den Kleinen Bruder, verlangt aber trotzdem klettern im oberen III. Grad.

Absicherung

Als fixe Absicherung stecken lediglich drei NH und eine alte Schlinge.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Bevor der Wanderweg nach der Alpaalm wieder nach rechts in den Wald führt, quert man die große Almwiese bis zur gegenüberliegenden Jagdhütte, an der man sich nach rechts in den Wald wendet. Hier beginnt ein schwach erkennbarer, mit Steinmännern markierter Steig und gerade in die große Rinne zwischen Kleinen und Mittleren Bruder ansteigen. Durch die Rinne über Geröll und kurze Felsstufen (I-II) bis auf einen Absatz unterhalb der Südostwand, circa 100 Meter unterhalb der Scharte. Hier befindet sich der Einstieg. (2 - 2 1/2 Std.)

Gesamter Südwestgrat V+ (Stelle), öfters V und IV, teilweise leichter · E4 · 325 m · Südwest · 2-3 Std. · W. Welzenbach, G. Adler, 1921

Charakter

Schöne alpine Kletterei, die sich vor allem im Frühjahr und Herbst anbietet. Der Gesamte Südwestgrat hält sich direkt am schwach ausgeprägten Grat, die normale Route weicht teilweise ostseitig aus.

Absicherung

Alpin! Nur in der Schlüsselseillänge des Alten Südwestgrats stecken ein paar Normalhaken. Der Rest muss selbst abgesichert werden (auch die Standplätze).

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Bevor der Wanderweg nach der Alpaalm wieder nach rechts in den Wald führt, quert man die große Almwiese bis zur gegenüberliegenden Jagdhütte, an der man sich nach rechts in den Wald wendet. Hier beginnt ein schwach erkennbarer, mit Steinmännern markierter Steig. Wenn der Steig kurzzeitig eben verläuft, wendet man sich nach rechts und steigt weglos durch den Wald bis zu einem Felsgürtel empor, dem man nun nach links bis zum Einstieg folgt. (2 - 2 1/2 Std.)

Münchner Riss Meist V+ bis IV, oberer Teil leichter · E4 · 170 m · Südost · 1 1/2-2 Std. · H. Honig, 1904

Charakter

Sehr anstrengender, steiler Kamin, der nach einer Seillängen in den Nordostgrat mündet.

Absicherung

Im eigentlichen Münchner Riss stecken nur ein paar Normalhaken. Zusätzliche Absicherung nicht immer gut möglich. Am Nordostgrat sind die Stände gebohrt.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Bevor der Wanderweg nach der Alpaalm wieder nach rechts in den Wald führt, quert man die große Almwiese bis zur gegenüberliegenden Jagdhütte, an der man sich nach rechts in den Wald wendet. Hier beginnt ein schwach erkennbarer, mit Steinmännern markierter Steig und gerade in die große Rinne zwischen Kleinen und Mittleren Bruder ansteigen. Durch die Rinne über Geröll und kurze Felsstufen (I-II) empor, bis man kurz unterhalb der Scharte den deutlichen Risskamin erreicht. (2 - 2 1/2 Std.)

Nordostgrat VI (Stelle), oft III-IV; im Mittelteil leichter · E3 · 145 m · Nordost · 1 1/2 Std. · H. Kadner, R. Oedl, R. Schonger, L. Sager, W. Schmidkunz, 1920

Charakter

Selten begangener Gratanstieg auf den stolzen Felsturm. Fester Fels aber auch viele Latschen im Mittelteil.

Absicherung

Die Standplätze sind saniert, drei BH und einige NH als Zwischensicherung. Zusätzliche Absicherung mit Klemmgeräten und Bandschlingen möglich.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Bevor der Wanderweg nach der Alpaalm wieder nach rechts in den Wald führt, quert man die große Almwiese bis zur gegenüberliegenden Jagdhütte, an der man sich nach rechts in den Wald wendet. Hier beginnt ein schwach erkennbarer, mit Steinmännern markierter Steig und gerade in die große Rinne zwischen Kleinen und Mittleren Bruder ansteigen. Durch die Rinne über Geröll und kurze Felsstufen (I-II) bis zur Südwestscharte empor. (2 1/2 Std.)

Südwestgrat IV (Passagen), oft III, teilweise leichter · E4 · 370 m · Südwest · 3 Std. · R. Gerin, K. Wieder, 1905

Charakter

Schöne alpine Kletterei, die sich vor allem im Frühjahr und Herbst anbietet. Der sogenannte „Gesamte Südwestgrat“ hält sich direkt am schwach ausgeprägten Grat, die normale Route weicht teilweise ostseitig aus.

Absicherung

Alpin! Nur in der Schlüsselseillänge stecken alte Normalhaken. Der Rest muss selbst abgesichert werden (auch die Standplätze).

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Bevor der Wanderweg nach der Alpaalm wieder nach rechts in den Wald führt, quert man die große Almwiese bis zur gegenüberliegenden Jagdhütte, an der man sich nach rechts in den Wald wendet. Hier beginnt ein schwach erkennbarer, mit Steinmännern markierter Steig. Wenn der Steig kurzzeitig eben verläuft, wendet man sich nach rechts und steigt weglos durch den Wald bis zu einem Felsgürtel empor, dem man nun nach links bis zum Einstieg folgt. (2 - 2 1/2 Std.)

Westkamine V und IV, teilweise leichter · E3 · 135 m · West · 1 1/2 Std. · T. Dürnberger und Gef., 1947

Charakter

Kurze, steile Kaminkletterei. Vor allem die erste Seillänge ist sehr schön.

Absicherung

Die erste Seillänge ist saniert. Anschließend an alten Normalhaken durch die zweite Seillänge zu gebohrtem Standhaken (Bohrhakenroute wenige Meter links davon).

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Bevor der Wanderweg nach der Alpaalm wieder nach rechts in den Wald führt, quert man die große Almwiese bis zur gegenüberliegenden Jagdhütte, an der man sich nach rechts in den Wald wendet. Hier beginnt ein schwach erkennbarer, mit Steinmännern markierter Steig. Wenn der Steig kurzzeitig eben verläuft, wendet man sich nach rechts und steigt weglos durch den Wald bis zu einem Felsgürtel empor, dem man nach links bis in eine roterdige Mulde folgt. Links der Mulde über Latschen und an Fixseilen bis auf einen Absatz ansteigen (II, Fixseile). In der dahinterliegenden Rinne beginnt der Anstieg. (2 1/2 - 3 Std.)

Kleines Häuselhorn

Westgrat IV- (Stelle), Stellen III und II, meist I oder Gehgelände · E4 · 600 m · Nordwest · 3 Std. · O. Oppel, H. Rehm, 1909

Charakter

Lange, meist sehr einfache Gratkletterei. Sichere Geher können die Route auch gut seilfrei gehen.

Absicherung

Abgesehen von einem NH keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Anschließend weglos über Geröll und Platten in die markante Scharte zwischen Häuselhorn und Hiefelwand aufsteigen (Stellen I-II). (2 1/2 Std.)

Kleines Mühlsturzhorn

Westgrat III (Stelle), Rest leichter · E4 · 150 m · Nordwest · 1/2 Std. · A. Holzhausen, H. Gazert, J. Ruederer, J. Aschauer, 1892

Charakter

Kurze, schöne Kletterei, die von guten Bergsteigern auch problemlos seilfrei begangen werden kann. Die Nordwestkante ist etwas anspruchsvoller.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintersee folgt man dem Forstweg zur Halsalm bis in die sogenannte Halsgrube. Dort verlässt man den Forstweg und steigt über den Böselsteig in Richtung Hochfläche auf. Nach einer steilen, drahtseilversicherten Wandstufe zweigt links ein unmarkierter und nur sehr schwer zu erkennender Pfad ab, der teilweise versichert über Schrofen und sehr steile Latschen (Achtung! Morsche Holzleitern!) ins Wagendrischelkar führt (Stellen I). Im Kar solange über Geröll ansteigen, bis man hinter dem Kleinen Mühlsturzhorn nach links zur Mühlsturzscharte ansteigen kann. Direkt an der Scharte befindet sich der Einstieg. (3 - 4 Std.)

Knittelhorn

Nordpfeiler IV (Stelle, kann man auch abseilen), Stellen III und III-, meist II und I · E4 · 340 m · Nordwest · 1 1/2-3 Std. · M. Zeller, 1907

Charakter

Sehr alpiner, nicht zu unterschätzender Abstieg. Teilweise sehr luftig. Wer sich in solchem Gelände nicht wohlfühlt, wird Probleme bekommen.

Absicherung

Es stecken zwei Normalhaken. Ansonsten ist seilfreies Klettern oder Eigeninitiative gefragt. Der Abseilstand ist an einer alten Latschenschlinge eingerichtet.

Zustieg

Die Route wird üblicherweise als Abstieg vom Knittelhorn unternommen. Im Aufstieg wegen der schweren Stelle nicht zu empfehlen. Am einfachsten gelangt man über die Südostschlucht (II, ca. 2 1/2 - 3 Std.) oder die Barthrinne mit anschließender Überschreitung (III-, ca. 3 - 4 Std.) auf das Knittelhorn.

Südostschlucht III- (Stelle), sonst II und I · E4 · 470 m · Südost · 2 Std. · H. Rast, Gruber, 1892

Charakter

Gestufte Rinne.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden.

Zustieg

Die Route wird üblicherweise als Abstieg vom Knittelhorn unternommen. Im Aufstieg mühsam. Am leichtesten gelangt man über die Barthrinne mit anschließender Überschreitung (III-, ca. 3 - 4 Std.) auf das Knittelhorn.

Mittlerer Bruder

Nordostflanke II (Stellen), sonst I und Gehgelände · E4 · 300 m · Nordost · 1 Std. · J. Gmelch, 1897

Charakter

Viele Gehpassagen auf schottrigen Bändern, dazwischen mehrere mäßig schwierige Unterbrechungstellen.

Absicherung

Alpin! Es gibt nur ein paar alte Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Dem Wanderweg noch ca. 20 Minuten folgen, bis auf 1.440 m links (nach oben) undeutliche Pfadspuren abzweigen. Auf dem deutlicher werdenden Pfad steil durch eine Rinne bis zur Scharte zwischen Großem und Mittleren Bruder ansteigen. Nun auf der Nordseite ca. 50 Meter absteigen bis man nach links in die Flanke einsteigen kann. (2 - 2 1/2 Std.)

Nordostgrat V+ (Stelle), Stellen IV+ und IV, sonst leicher · E3 · 155 m · Nordost · 1 1/2 Std. · A. Deye, W. Deye, O. Herzog, 1911

Charakter

Selten begangener Gratanstieg in absolut einsamer Umgebung. Fester Fels aber auch viele Latschen.

Absicherung

Die Standplätze sind saniert, einige NH als Zwischensicherung. Zusätzliche Absicherung mit Klemmgeräten und Bandschlingen möglich.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Dem Wanderweg noch ca. 20 Minuten folgen, bis auf 1.440 m links (nach oben) undeutliche Pfadspuren abzweigen. Auf dem deutlicher werdenden Pfad steil durch eine Rinne bis zur Scharte zwischen Großem und Mittleren Bruder ansteigen. Direkt in der Scharte beginnt der Nordostgrat. (2 - 2 1/2 Std.)

Ostwand IV- (Stelle), Stelle III, sonst meist II und I · E4 · 180 m · Südost · 1-2 Std. · J. F. Seitz, M. Zeller, H. Bose, 1910

Charakter

Sehr kurze Kletterei durch die unbedeutende Wandstufe.

Absicherung

Es stecken ein paar Normalhaken. Zusätzliche Absicherung problemlos möglich.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Dem Wanderweg noch ca. 20 Minuten folgen, bis auf 1.440 m links (nach oben) undeutliche Pfadspuren abzweigen. Auf dem deutlicher werdenden Pfad steil durch eine Rinne bis kurz unterhalb der Scharte zwischen Großem und Mittleren Bruder ansteigen. (2 - 2 1/2 Std.)

Südwestgrat II (Stellen), sonst I und Gehgelände · - · 120 m · Südwest · 1/2 Std. · Jäger, 1895

Charakter

Sehr leichter, kurzer Grat. Einfachster Weg auf den Mittleren Bruder.

Absicherung

Keine fixe Absicherung vorhanden und auch keine zusätzliche Absicherung erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Bevor der Wanderweg nach der Alpaalm wieder nach rechts in den Wald führt, quert man die große Almwiese bis zur gegenüberliegenden Jagdhütte, an der man sich nach rechts in den Wald wendet. Hier beginnt ein schwach erkennbarer, mit Steinmännern markierter Steig und gerade in die große Rinne zwischen Kleinen und Mittleren Bruder ansteigen. Durch die Rinne über Geröll und kurze Felsstufen (I-II) bis zur Südwestscharte empor. (2 1/2 Std.)

Stadelhorn

Südwand IV+ und IV (Passagen), oft III und II · E4 · 545 m · Süd · 3-4 Std. · L. Schifferer und Gef., 1914

Charakter

Früher recht beliebte Kletterei, die seit Jahren so gut wie nicht mehr begangen wird. Die Quergänge im Mittelteil sind sehr ausgesetzt und es gibt einen sehr engen Kamin.

Absicherung

Alpin! Wenige Normalhaken. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Bandschlingen erforderlich.

Zustieg

Die ersten vier Kilometer wandert man vom Parkplatz Hintersee über die Hirschbichlstraße bis zur Engert-Holzstube (bis hierhin mit dem Mountainbike empfehlenswert). Kurz hinter der Hütte zweigt rechts der Schaflsteig ab, der steil bis unterhalb des Gr. Mühlsturzhorns führt. Ab hier dem Steig unterhalb der Stadelmauer bis zum ersten markanten Turm links des Steigs folgen. Der Einstieg befindet sich unterhalb eines auffälligen Kamins (etwas weiter rechts Gedenktafel). (2 1/2 Std.)

Stegerturm

Normalweg VI+ (Stelle), 1 SL VI, sonst deutlich leichter · E4 · 175 m · Nordwest · 2-3 Std. · S. Kellerbauer, W. Schröer, 1952

Charakter

Etwas inhomogene Tour mit einer schweren Schluss-Seillänge auf den luftigen Turm. Insgesamt durchaus spektakulär.

Absicherung

In der Schlüsselseillänge stecken sehr viele Normalhaken. Dazwischen stecken nur vereinzelt Haken, es lässt sich aber sehr gut mobil absichern.

Zustieg

Die ersten vier Kilometer wandert man vom Parkplatz Hintersee über die Hirschbichlstraße bis zur Engert-Holzstube (bis hierhin mit dem Mountainbike empfehlenswert). Kurz hinter der Hütte zweigt rechts der Schaflsteig ab, der steil bis unterhalb des Gr. Mühlsturzhorns führt. Ab hier dem Steig unterhalb der Stadelmauer bis zum ersten markanten Turm links des Steigs folgen. Der Einstieg befindet sich etwas links des markanten Stegerturms. (2 1/2 Std.)

Übeleck

Nordwand V+ (Stellen), teilweise IV+, meist leichter · E4 · 580 m · Nordwest · 3-4 Std. · J. Rainer, B. Zauner, 1983

Charakter

Großer, klassischer Wanddurchstieg. Insgesamt eine der leichtesten Touren an der Nordseite der Reiteralm.

Absicherung

Es stecken nur einige Normalhaken. Zusätzliche Absicherung mit Friends und Keilen nötig.

Zustieg

Von der Alpenstraße hinab zur Kuhbrücke und gleich darauf rechts auf eine Forststraße, die man nach wenigen Metern schon wieder links auf einen Steig verlässt. Über den Steig hinauf bis er in den Mittersteig mündet. Auf dem Mittersteig nach rechts, einen Graben queren und dann links auf einen Steig, der nun erst durch den Wald emporzieht und dann nach links in den markanten Graben unter den Wänden zieht. Nun teilweise schwierig im schluchtartigen Graben emporklettern (Stellen III), bis man einen geräumigen Platz unter plattigen Wänden erreicht. (1 1/2 - 2 Std.)

Wagendrischelhorn

Nordostkamine III+ (Stelle), Passagen III, sonst leichter · E4 · 150 m · Nordost · 1/2 Std. · W. v. Frerichs, 1900

Charakter

Kurze, leichte Kaminkletterei.

Absicherung

Es stecken einige Normalhaken. Standplätze sind nicht eingerichtet.

Zustieg

Vom Parkplatz in Reit dem Alpasteig ungefähr 1 - 1 1/2 Stunden zur Alpaalm folgen. Nun weiter zur Traunsteiner Hütte und auf dem markierten Weg durch die Rossgasse in Richtung Wagendrischelhorn. Kurz vor dem Erreichen des Gipfels kann man links zu der deutlichen Kaminreihe in der Nordostwand hinüberqueren (4 - 5 Std.)

Südpfeiler V+ (2 Stellen), öfter IV, auch leichter · E2 · 250 m · Süd · 2-3 Std. · H. Schmidt, A. Koch, 1964

Charakter

Schöne Genusstour im mittleren Schwierigkeitsbereich.

Absicherung

Sanierte Alpinroute. Keine zusätzliche Absicherung erforderlich.

Zustieg

Vom Gasthaus Obermayrberg dem ausgeschilderten Weg in Richtung Mayrbergscharte folgen. Etwa 100 Meter hinter der Jagdhütte Hochgscheid zweigt links ein schmaler Steig ab, dem man nun bis zur markanten Wandstufe (Klettergarten) unterhalb des Häuselhorns folgt. Man steigt rechts durch eine Wiesenrinne zum Wandfuß empor und quert unterhalb der Wand solange nach rechts, bis man die markante Plattenwand erreicht. (2 1/2 - 3 Std.)

Südwand III- (Stelle), meist II und I · E3 · 570 m · Süd · 2-3 Std. · M. Hartmann, M. Zeller, 1909

Charakter

Beliebte, leichte Kletterei, die über Rampen die gesamte Südwand quert. Von sicheren Kletterern kann sie in der Regel seilfrei begangen werden, Anfänger müssen aber gesichert werden.

Absicherung

Es stecken einige Normalhaken und an den ausgesetzten Stellen sogar ein paar Bohrhaken. Standplätze sind nicht eingerichtet.

Zustieg

Die ersten vier Kilometer wandert man vom Parkplatz Hintersee über die Hirschbichlstraße bis zur Engertalm. Kurz vor der Hütte zweigt rechts der Schaflsteig ab, der steil durch Wald und Latschen bis zur Stadelmauer führt. Nun immer unterhalb der Felsen entlang, bis er schließlich rechts in die Felsen zur Mayrbergscharte führt. Nun nicht den Drahtseilen folgen, sondern geradeaus Pfadspuren (Steinmänner) über Schrofen und Geröll immer unter den Felsen entlang bis zum Einstieg unterhalb einer markanten dunklen Rampe folgen. (3 Std.)

Steinernes Meer

Seehorn

Ostgrat III (Stelle, kann auch umgangen werden), sonst II, I und Gehgelände · E4 · 700 m · Südost · 1-1 1/2 Std. · A. Awerzger, R. Gerin, R. Szalay, 1938

Charakter

Leichter Gratanstieg direkt zum Gipfel.

Absicherung

Keine Absicherung nötig.

Zustieg

Vom Parkplatz Pürzlbach wandert man über die geschotterte Straße in Richtung Kallbrunnalmen. Am Ende der Almen zweigt man nach rechts auf eine weitere Forststraße ab, die nun etwas absteigend zum Dießbachstausee führt. Durch das Dießbachtal gelangt man zur Mitterkaseralm und weiter zum Dießbacheck. Hier hält man sich links auf dem markierten Wanderweg in Richtung Seehorn. Sobald es möglich ist, überquert man den Dießbach und steigt über das jenseitige Karstgelände zum markanten Ostgrat an. Der Einstieg befindet sich auf der Südseite links einer markanten Rinne. (2 1/2 Std.)

Untersberg

Gamsalmkopf

Südkante IV+ (Passagen), sonst meist III und II · E3 · 235 m · Süd · 2-3 Std. · L. Schifferer, V. Reitmayr, 1924

Charakter

Landschaftlich sehr schöne, selten begangene Route, die meist links der markanten Kante verläuft.

Absicherung

Die Stände sind saniert, dazwischen sporadisch Bohrhaken und einige Normalhaken. Zusätzliche Absicherung notwendig.

Zustieg

Vom Parkplatz Roßboden (Ettenberg) dem ausgeschilderten Weg anfangs über eine Forststraße, dann über einen Pfad bis zum Scheibenkaser auf 1.440 Metern Höhe folgen. Rechts von der Hütte führt ein Steig in Richtung Hochthron-Klettersteig. Nach ca. 10 Minuten erreicht man ein Schotterfeld, nun noch einige Meter gerade empor bis man oberhalb einer Sandreise nach rechts, zuletzt steil über Schrofen ansteigend zu einem markanten Sattel unterhalb eines Kantenaufschwungs queren kann. Vom Sattel kurz über Pfadspuren absteigen und anschließend einen Wiesenhang schräg aufwärts queren, bis man den Wandfuß erreicht (bei Altschneefeldern problematisch). Am besten man klettert nun über die erste Seillänge der „Direkten Gamsalmplatten“ (III, 3 BH) ins große Schuttkar und steigt über Geröll bis direkt zur markanten Kante hinauf. (2 Std.)

Geiereck

Ostgrat über das Laterndl III (Stelle), teilweise II und I, längere Strecken Gehgelände · E3 · 525 m · Südost · 2 Std. · L. Purtscheller und Gef., um 1895 / Laterndl: L. Hahn, H. Pöll, 1900

Charakter

Nach wie vor beliebte Bergtour, die meist seilfrei begangen wird. Dennoch sollte man den Anstieg nicht unterschätzen und vor allem bei Nässe kann die stellenweise ausgesetzte Tour sehr gefährlich werden. In der Vergangenheit gab es schon viele tödliche Abstürze.

Absicherung

Sanierte Standplätze (Bügel) aber kaum Zwischenhaken.

Zustieg

Über den Dopplersteig bis ins Schuttkar der Oberen Rositten ansteigen und anschließend nach links auf den markierten Weg zum Schellenberger Sattel abzweigen. Nach ca. 10 Minuten verlässt man den Weg nach rechts und steigt über einen Grashang zur Rinne unterhalb des Laterndls an. (2 - 2 1/2 Std.)

Berchtesgadener Hochthron

Alte Südwand III+ (Passagen), oft III und II, selten leichter · E3 · 390 m · Süd · 2-3 Std. · F. Barth, F. Niedermayr, 1907

Charakter

Beliebte Kletterei. Dadurch aber vor allem an den Schlüsselstellen schon sehr abgespeckt, weshalb sie nicht gerade leichter geworden sind.

Absicherung

Die Standplätze und die wichtigsten Zwischenhaken sind gebohrt. Dazwischen gibt es ausreichend Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Roßboden (Ettenberg) dem ausgeschilderten Weg anfangs über eine Forststraße, dann über einen Pfad bis zum Scheibenkaser auf 1.440 Metern Höhe folgen. Rechts von der Hütte führt ein Steig zum Hochthron-Klettersteig, dem man kurz folgt, bis links ein unmarkierter Pfad Richtung Mittagsloch abzweigt. Über den Pfad bis zum Wandfuß der Südwand ansteigen. Den Vorbau umgeht man inzwischen über die linksseitigen Schrofen. (1 1/2 - 2 Std.)

Barthkamin IV+ (15m), meist IV und III · E3 · 320 m · Süd · 2-3 Std. · F. Barth, Vogt, 1908

Charakter

Geradlinige Riss- und Kaminkletterei in durchwegs festem Fels. Beliebt.

Absicherung

Die Standplätze und ein paar wenige Zwischenhaken sind gebohrt. Zusätzliche Absicherung erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Roßboden (Ettenberg) dem ausgeschilderten Weg anfangs über eine Forststraße, dann über einen Pfad bis zum Scheibenkaser auf 1.440 Metern Höhe folgen. Rechts von der Hütte führt ein Steig zum Hochthron-Klettersteig, dem man kurz folgt, bis links ein unmarkierter Pfad Richtung Mittagsloch abzweigt. Über den Pfad bis zum Wandfuß der Südwand ansteigen. Den Vorbau umgeht man inzwischen über die linksseitigen Schrofen. (1 1/2 - 2 Std.)

Gelbe Mauer VII (Einstiegsüberhang), oft V+ bis IV+, oben auch leichter · E4 · 235 m · Südost · 3-4 Std. · F. Palaoro, F. Spitzelburger, 1940

Charakter

Sehr ausgesetzte, klassische Kletterei. Als einer der wenigen Klassiker am Untersberg nicht saniert und damit eine willkommene Abwechslung, an der man auch an den schönsten Herbstwochenenden mit großer Sicherheit nicht anstehen muss.

Absicherung

Teilweise steckt an den Standplätzen ein Bohrhaken. Insgesamt ist die Absicherung aber alpin und muss mit Klemmgeräten und Schlingen ergänzt werden.

Zustieg

Vom Parkplatz Roßboden (Ettenberg) dem ausgeschilderten Weg anfangs über eine Forststraße, dann über einen Pfad bis zum Scheibenkaser auf 1.440 Metern Höhe folgen. Rechts von der Hütte führt ein Steig zum Hochthron-Klettersteig, dem man kurz folgt, bis links ein unmarkierter Pfad Richtung Mittagsloch abzweigt. Über den Pfad bis zum Wandfuß der Südwand ansteigen. Der Einstieg zur Gelben Mauer befindet sich wenige Meter weiter rechts auf einem Absatz. (1 1/2 - 2 Std.)

Ostwand Stelle III und III-, sonst II und I · E4 · 675 m · Südost · 2-3 Std. · K. Wieder, N. Hütter, 1908

Charakter

Landschaft sehr schöne Kletterei durch die imposante Wand. Teilweise allerdings etwas grasig und der ursprüngliche Charakter ist durch die kreuzenden Routen und den Klettersteig leider in Teilen verloren gegangen.

Absicherung

Insgesamt stecken nur wenige alte Haken. Da man aber einige neuere Routen quert, findet man auch immer mal einen Bohrhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Roßboden (Ettenberg) dem ausgeschilderten Weg anfangs über eine Forststraße, dann über einen Pfad bis zum Scheibenkaser auf 1.440 Metern Höhe folgen. Rechts von der Hütte führt ein Steig zum Hochthron-Klettersteig, dem man nun folgt. Am Beginn des Klettersteiges noch ein paar Meter weiter das Schuttkar aufsteigen (evtl. Altschnee), bis man rechts einer markanten Platte einfach in die Felsen einsteigen kann. (1 1/2 - 2 Std.)

Pfeilersüdwand VII-/A1, oft leichter · E3 · 250 m · Süd · 3-4 Std. · T. Kurz, A. Hinterstoißer, 1936

Charakter

Früher häufig begangene Route. Insgesamt recht inhomogen. Die zwei schweren Seillängen sind jedoch sehr steil und spektakulär.

Absicherung

Sanft sanierter Klassiker. Die Stände sind eingerichtet und es stecken ein paar Normal- und Bohrhaken als Zwischensicherung. Zusätzliche Absicherung mit Klemmgeräten möglich.

Zustieg

Vom Parkplatz Roßboden (Ettenberg) dem ausgeschilderten Weg anfangs über eine Forststraße, dann über einen Pfad bis zum Scheibenkaser auf 1.440 Metern Höhe folgen. Rechts von der Hütte führt ein Steig zum Hochthron-Klettersteig, dem man kurz folgt, bis links ein unmarkierter Pfad Richtung Mittagsloch abzweigt. Über den Pfad zum Wandfuß der Südwand und dann immer direkt unterhalb der Wand entlang zum Einstieg am Schertlepfeiler. (2 Std.)

Schimkepfeiler V+ (2 Stellen), meist IV und IV+ · E3 · 440 m · Südost · 3-4 Std. · H. Reischl, K. Schimke, 1943

Charakter

Schöner und beliebter Klassiker in den mittleren Schwierigkeitsgraden. Von Richard Koller wurde die Route 2014 saniert und mit einem neuen Ein- und Ausstieg versehen.

Absicherung

Sanierte Alpinroute. Die Standplätze und die wichtigsten Zwischenhaken sind gebohrt. Die Ein- und Ausstiegsseillängen des Neuen Schimkepfeilers sind komplett eingebohrt (E2).

Zustieg

Vom Parkplatz Roßboden (Ettenberg) dem ausgeschilderten Weg anfangs über eine Forststraße, dann über einen Pfad bis zum Scheibenkaser auf 1.440 Metern Höhe folgen. Rechts von der Hütte führt ein Steig zum Hochthron-Klettersteig, dem man kurz folgt, bis links ein unmarkierter Pfad Richtung Mittagsloch abzweigt. Über den Pfad bis zum Wandfuß der Südwand ansteigen. Man quert nun wenige Meter nach rechts auf einen deutlichen Absatz und steigt auf der gegenüberliegenden Seite ungefähr 50 Meter über ein Schotterfeld ab. Anschließend steigt man über Schrofen wieder 50 Meter empor. Der Einstieg befindet sich wenige Meter rechts eines Kamins. (1 1/2 - 2 Std.)

Südwestwand VI+ und VI (unterer Teil), oberer Teil IV+ · E3 · 215 m · Südwest · 3-4 Std. · A. Hinterstoißer, T. Kurz, 1934

Charakter

Früher häufig begangene Route in festem Fels. Sehr ausgesetzte, kräftige Kletterei mit meheren Quergängen.

Absicherung

Sanft sanierter Klassiker. Die Stände sind eingerichtet und es stecken ein paar Normal- und Bohrhaken als Zwischensicherung. Zusätzliche Absicherung mit Klemmgeräten möglich.

Zustieg

Vom Parkplatz Roßboden (Ettenberg) dem ausgeschilderten Weg anfangs über eine Forststraße, dann über einen Pfad bis zum Scheibenkaser auf 1.440 Metern Höhe folgen. Rechts von der Hütte führt ein Steig zum Hochthron-Klettersteig, dem man kurz folgt, bis links ein unmarkierter Pfad Richtung Mittagsloch abzweigt. Über den Pfad zum Wandfuß der Südwand und dann immer direkt unterhalb der Wand entlang zum Einstieg, der sich wenige Meter links der Route "Untersbergmandl" (Schild) befindet. (2 Std.)

Salzburger Hochthron

Schräge Zylinderwand III+ (Stellen), teilweise III, oft II und I, längere Strecken Gehgelände · E4 · 600 m · Südost · 3-4 Std. · H. und J. Feichtner, H. Amanshauser, 1919

Charakter

Sehr lange Querung durch die gesamte Ostwand unterhalb des markanten Blausandpfeilers. Viel Gras- und Schrofenkletterei.

Absicherung

Sehr inhomogen. Teilweise Fixseile und BH von kreuzenden Kletterrouten, längere Strecken aber auch ohne Sicherung.

Zustieg

Vom Parkplatz Schaden bei Marktschellenberg über den markierten Wanderweg zur Toni-Lenz-Hütte. Von der Toni-Lenz-Hütte Richtung Schellenberger Sattel wenden und in die erste Wasserrinne absteigen. (2 1/2 Std.)

Südkante IV (3 kurze Passagen), sonst meist III und leichter · E4 · 155 m · Süd · 1-2 Std. · Otto und Gef., 1929

Charakter

Kurze ausgesetzte Kantenkletterei.

Absicherung

Ausreichend mit Normalhaken abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz Schaden bei Marktschellenberg über den markierten Wanderweg zur Toni-Lenz-Hütte. Man folgt dem Wanderweg noch ein paar Minuten Richtung Schellenberger Eishöhle, bevor man links neben dem Schuttstrom des „Blauen Sands“ weglos zur Scharte unterhalb der markanten Roten Wand emporsteigen kann (Achtung! Keine Steine lostreten!). In leichter Schrofenkletterei (I-II) erreicht man den Einstieg wenige Meter unterhalb der Kleinen Südwand. (2 1/2 - 3 Std.)

Südwand III- (10m), überwiegend I · E3 · 120 m · Süd · 1 Std. · G. Starke, 1900

Charakter

Kurze und leichte, früher beliebte Kletterei. Die erste Seillänge ist recht luftig.

Absicherung

Sanierte Standplätze aber nur wenige Zwischenhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Schaden bei Marktschellenberg über den markierten Wanderweg zur Toni-Lenz-Hütte. Man folgt dem Wanderweg noch ein paar Minuten Richtung Schellenberger Eishöhle, bevor man links neben dem Schuttstrom des „Blauen Sands“ weglos zur Scharte unterhalb der markanten Roten Wand emporsteigen kann (Achtung! Keine Steine lostreten!). In leichter Schrofenkletterei (I-II) erreicht man den Einstieg bei einem Radverbotsschild. (2 1/2 - 3 Std.)

Watzmann

Watzmann Hocheck

Ostwand IV (Stelle), teilweise III und II, oft leichter · E4 · 700 m · Ost · 3 Std. · H. Reinl, K. Domenigg, 1908

Charakter

Schöner, langer Wanddurchstieg, der so gut wie nicht mehr begangen wird.

Absicherung

Ein paar Normalhaken stecken. Grundsätzlich muss man sich aber selbst um die Absicherung kümmern.

Zustieg

Vom Parkplatz Wimbachbrücke (alternativ Parkplatz Hammerstiel) über den markierten Weg in Richtung Kührointhütte bis zu der großen Kehre oberhalb der Schappbachalm ("Benzinkurve", bis hierher Mountainbike empfehlenswert). Dem hier ansetzenden Pfad (Schild „Watzmannkar“) zuerst gerade, dann rechts in den Wald folgen. Bei einer kleinen Lichtung zweigt ein Steig ab. Dieser führt durch die Lichtung aufwärts, bis er auf einen Querweg trifft. Dem Weg nach links zum markierten Steig zwischen Kührointhütte und Watzmannhaus folgen. Nun wenige Meter nach rechts Richtung Watzmannhaus, bis ein unmarkierter Steig nach links ins Watzmannkar abzweigt. Auf Pfadspuren im Kar aufwärts, bis man unter den Abstürzen des Hochecks über Schnee oder Schutt zu einem Felspfeiler ansteigen kann, der etwas rechts der Gipfelfalllinie bis ins Kar hinabreicht. (2 1/2 - 3 Std.)

Kircherl

Normalweg III (Stelle), meist A0 · E4 · 45 m · Nordwest · 1/2 Std. · Unbekannt

Charakter

Ganz wilde Tour auf den unglaublich brüchigen Turm.

Absicherung

Bohrhaken, Normalhaken und furchtbar alte Eisenstifte.

Zustieg

Vom Parkplatz am Königssee dem Wanderweg zum Grünstein ungefähr eine gute halbe Stunde folgen bis man den Weg verlässt und den schon sichtbaren Turm weglos erreicht. Der Einstieg befindet sich bei einer alten Metallleiter und ist dementsprechend nicht zu verfehlen (3/4 Std.)

Klingerturm

Nordwestkante III+ (Stelle), Rest leichter · E2 · 30 m · Nordwest · 1/4 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze Kletterei auf den unbedeutenden Felsturm unterhalb des Grünsteins.

Absicherung

Gut mit Bohrhaken abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz am Königssee dem Wanderweg zum Grünstein ungefähr eine gute Stunde folgen und kurz vor Erreichen des Kammes rechts über eine steile, unangenehme Schuttrinne (I-II) bis zur Scharte zwischen Turm und Kamm ansteigen. (1 1/2 Std.)

Kleiner Watzmann

Alte Westwand III+ (Stelle), mehrmals III, meist II und I · E3 · 955 m · West · 2-4 Std. · F. Barth, K. Wieder, 1908

Charakter

Die Route sucht sich konsequent den leichtesten Weg durch die imposante Westwand. Über luftige Bänder und Rampen gelangt man zur kurzen, kräftigen Schlüsselstelle. Ab dem markanten Westwandband wird es alpiner und man hat mehrere Möglichkeiten zum Gipfel auszusteigen.

Absicherung

Die Stände sind bis zum großen Westwandband eingerichtet (Ringbohrhaken). Ab dem Band muss man sich teilweise selbst um die Absicherung kümmern. In der Schlüsselstelle gibt es einen Bohrhaken, ansonsten wenige Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Wimbachbrücke (alternativ Parkplatz Hammerstiel) über den markierten Weg in Richtung Kührointhütte bis zu der großen Kehre oberhalb der Schappbachalm („Benzinkurve“, bis hierher Mountainbike empfehlenswert). Dem hier ansetzenden Pfad (Schild „Watzmannkar“) zuerst gerade, dann rechts in den Wald folgen. Bei einer kleinen Lichtung zweigt ein Steig ab. Dieser führt durch die Lichtung aufwärts, bis er auf einen Querweg trifft. Dem Weg nach links zum markierten Steig zwischen Kührointhütte und Watzmannhaus folgen. Nun wenige Meter nach rechts Richtung Watzmannhaus, bis ein unmarkierter Steig nach links ins Watzmannkar abzweigt. Auf Pfadspuren im Kar aufwärts, bis man nach links unter eine markante Verschneidung (Nordostverschneidung, IV+) aufsteigen kann. Direkt in Falllinie der Verschneidung, dort wo der Schutt am weitesten hinaufreicht, befindet sich der Einstieg. (3 Std.)

Südwand II (Stelle), sonst I und Gehgelände · E4 · 485 m · Süd · 1 Std. · J. Grill, J. Punz, 1853

Charakter

Interessanter Anstieg mit spannender Stelle am Kriechband. Von sicheren Bergsteigern kann die Südwand problemlos seilfrei geklettert werden.

Absicherung

Hin und wieder steckt mal ein alter Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Wimbachbrücke (alternativ Parkplatz Hammerstiel) über den markierten Weg in Richtung Kührointhütte bis zu der großen Kehre oberhalb der Schappbachalm („Benzinkurve“, bis hierher Mountainbike empfehlenswert) wandern. Dem hier ansetzenden Pfad (Schild „Watzmannkar“) zuerst gerade, dann rechts in den Wald folgen. Nach 10 Minuten zweigt links ein schmaler Steig ab. Dieser führt durch den Wald steil bergan, bis er auf einen Querweg trifft. Dem Weg nach links zum markierten Steig zwischen Kührointhütte und Watzmannhaus folgen. Nun wenige Meter nach rechts Richtung Watzmannhaus, bis ein unmarkierter Steig nach links ins Watzmannkar abzweigt. Auf Pfadspuren im Kar aufwärts, bis man über Schutt zum Wandfuß unterhalb der Watzmannscharte emporsteigen kann. Über ein gutgriffiges Schichtenband 50m rechts aufwärts, dann Querung nach links und in wenigen Metern zur Scharte empor. Alternativ kann man auch durch eine deutliche, 30 Meter hohe kaminartige Rinne direkt zur Scharte emporklettern (III, 4 NH). (3 - 3 1/2 Std.)

Südwestgrat IV+ (Stelle), Stellen III, oft II und I · E3 · 955 m · West · 2-4 Std. · H. Feichtner, 1919

Charakter

Schöne Tour, die sich vor allem bei einer Überschreitung des Kleinen Watzmanns anbietet.

Absicherung

Die Schlüsselstelle ist mit Bohrhaken und Normalhaken gut gesichert. Ansonsten gibt es nur sehr sporadisch ein paar Haken.

Zustieg

Vom Parkplatz Wimbachbrücke (alternativ Parkplatz Hammerstiel) über den markierten Weg in Richtung Kührointhütte bis zu der großen Kehre oberhalb der Schappbachalm („Benzinkurve“, bis hierher Mountainbike empfehlenswert) wandern. Dem hier ansetzenden Pfad (Schild „Watzmannkar“) zuerst gerade, dann rechts in den Wald folgen. Nach 10 Minuten zweigt links ein schmaler Steig ab. Dieser führt durch den Wald steil bergan, bis er auf einen Querweg trifft. Dem Weg nach links zum markierten Steig zwischen Kührointhütte und Watzmannhaus folgen. Nun wenige Meter nach rechts Richtung Watzmannhaus, bis ein unmarkierter Steig nach links ins Watzmannkar abzweigt. Auf Pfadspuren im Kar aufwärts, bis man über Schutt zum Wandfuß unterhalb der Watzmannscharte emporsteigen kann. Über ein gutgriffiges Schichtenband 50m rechts aufwärts, dann Querung nach links und in wenigen Metern zur Scharte empor. Alternativ kann man auch durch eine deutliche, 30 Meter hohe kaminartige Rinne direkt zur Scharte emporklettern (III, 4 NH). (3 - 3 1/2 Std.)

Watzmann Mittelspitze

Ostwand III und III- (Stelle), sonst II und I · E4 · 500 m · Ost · 2 1/2 Std. · J. Berger, A. Kaindl, J. Pöschl, J. Grill, 1868

Charakter

Sehr alpiner Wanddurchstieg, der seit Jahrzehnten praktisch nicht mehr wiederholt wird. Teilweise schwierige Orientierung.

Absicherung

Fixe Absicherungen gibt es nur in der Rinne unterhalb der Mittelspitze (vermutlich aufgrund von Bergwachteinsätzen).

Zustieg

Wie bei der Westwand des Kleinen Watzmann ins Watzmannkar. Man hält sich nun rechts anfangs immer auf die Watzmann-Jungfrau zu (Steinmänner), quert unter deren steiler Westwand oberhalb der Reste des ehemaligen Watzmanngletschers und steigt über Schutt und Schneefelder bis zur Scharte östlich des 5. Watzmannkindes an. Nun steigt man über einfaches Schuttgelände bis zu dem markanten Zacken unterhalb der Ostwand an (sog. 6. Kind). (3 Std.)

Wiederroute III- (Stelle), meist II und I, teilweise Gehgelände · E4 · 1.300 m · Ost · 2-3 Std. · H. Lapuch, K. Wieder, 1920

Charakter

Sehr schöner Wanddurchstieg, der meist seilfrei begangen wird. Bei viel Schnee auf den Bändern gefährlich!

Absicherung

In der Einstiegsrinne sind zwei Stände und zwei ZH gebohrt. Weiter oben gibt es keine fixe Absicherung mehr.

Zustieg

Vom Parkplatz Wimbachbrücke (alternativ Parkplatz Hammerstiel) über den markierten Weg in Richtung Kührointhütte bis zu der großen Kehre oberhalb der Schappbachalm ("Benzinkurve", bis hierher Mountainbike empfehlenswert). Dem hier ansetzenden Pfad (Schild „Watzmannkar“) zuerst gerade, dann rechts in den Wald folgen. Bei einer kleinen Lichtung zweigt ein Steig ab. Dieser führt durch die Lichtung aufwärts, bis er auf einen Querweg trifft. Dem Weg nach links zum markierten Steig zwischen Kührointhütte und Watzmannhaus folgen. Nun wenige Meter nach rechts Richtung Watzmannhaus, bis ein unmarkierter Steig nach links ins Watzmannkar abzweigt. Man hält sich nun rechts anfangs immer auf die Watzmann-Jungfrau zu (Steinmänner), bis man kurz zu den Resten des ehemaligen Watzmanngletschers absteigen kann. Das Schneefeld quert man und steigt zum höchsten Punkt des Schutt- und Geröllhanges an. Der Einstieg befindet sich unterhalb einer markanten Rinne. (2 1/2 - 3 Std.)

Watzmann Südspitze

Berchtesgadener Weg III+ (Passagen), meist II und I · E2 · 3.000 m · Ost · 6-8 Std. · J. Aschauer, H. Schuster, 1947

Charakter

Der leichteste Durchstieg durch die gewaltige Watzmann-Ostwand. Sehr beliebt

Absicherung

Die Schlüsselstellen sind gut mit Bohrhaken abgesichert. Dazwischen steckt meistens nicht viel.

Zustieg

Von Sankt Bartholomä auf dem markierten Wanderweg ins Eisbachtal und weiter zum Einstieg am Beginn des Schuttfelds der Eiskapelle (Gedenktafel, 830m). (1 Std.)

Kederbacher Weg IV (20m), eine Stelle III+, stellenweise III, meist II · E4 · 3.000 m · Ost · 6-8 Std. · J. Grill, O. Schück, 1881 / oberer Teil: L. Purtscheller, J. Punz, 1885

Charakter

Der klassische Anstieg durch die Watzmann-Ostwand, der inzwischen aber deutlich seltener als der Berchtesgadener Weg begangen wird. Die beiden Firn- und Eisfelder verleihen ihm eine besondere, hochalpine Note. Trotz der geringen technischen Schwierigkeiten ist und bleibt die Route eine anspruchsvolle Tour, die Orientierungssinn und Ausdauer erfordert. Stellenweise brüchig und kleingriffig.

Absicherung

Die Schlüsselstelle ist mit zwei geklebten Ringhaken und einem Bohr- und einem Normalhaken als Zwischensicherung gut gesichert. Ansonsten gibt es nur sehr wenige, vereinzelte Normalhaken. In der kurzen, steilen Ausstiegswand stecken noch zwei Bohrhaken.

Zustieg

Von Sankt Bartholomä auf dem markierten Wanderweg ins Eisbachtal und weiter zum Einstieg am Beginn des Schuttfelds der Eiskapelle (Gedenktafel, 830m). (1 Std.)

Viertes Watzmannkind

Direkte Westwand IV+ (Passage), sonst III+ und III, anfangs leichter · E4 · 120 m · West · 1 Std. · A. Irrgeher, M. Bauer, 1951

Charakter

Kurze Alpinkletterei, die eigentlich nur bei der Überschreitung der gesamten Watzmannkinder Sinn macht.

Absicherung

Stände und Zwischensicherungen an Normalhaken. Zusätzlich kann man den ein oder anderen Keil oder Friend legen.

Zustieg

Wie bei der Westwand des Kleinen Watzmann ins Watzmannkar. Man hält sich nun rechts anfangs immer auf die Watzmann-Jungfrau zu (Steinmänner), quert unter deren steiler Westwand oberhalb der Reste des ehemaligen Watzmanngletschers und steigt über Schutt und Schneefelder bis zur Scharte zwischen dem 4. und dem 5. Watzmannkind an. (3 Std.)

Ostflanke II und I · E4 · 450 m · Ost · 1 Std. · L. Purtscheller, H. Heß, A. Holzhausen, 1891

Charakter

Der leichteste Anstieg auf den kühnen Felsturm. Teilweise ausgesetzt.

Absicherung

Keine durchgehende Absicherung vorhanden. Gelegentlich steckt mal ein Bohr- oder ein Normalhaken.

Zustieg

Vom Parkplatz Wimbachbrücke (alternativ Parkplatz Hammerstiel) über den markierten Weg in Richtung Kührointhütte bis zu der großen Kehre oberhalb der Schappbachalm („Benzinkurve“, bis hierher Mountainbike empfehlenswert) wandern. Dem hier ansetzenden Pfad (Schild „Watzmannkar“) zuerst gerade, dann rechts in den Wald folgen. Nach 10 Minuten zweigt links ein schmaler Steig ab. Dieser führt durch den Wald steil bergan, bis er auf einen Querweg trifft. Dem Weg nach links zum markierten Steig zwischen Kührointhütte und Watzmannhaus folgen. Nun wenige Meter nach rechts Richtung Watzmannhaus, bis ein unmarkierter Steig nach links ins Watzmannkar abzweigt. Auf Pfadspuren im Kar aufwärts, auf die Ostwand des Vierten Watzmannkindes zu. (3 - 3 1/2 Std.)

Watzmannkinder

Überschreitung IV+ (Passage), Stellen IV- und III+, Passagen III, meist II und I, auch Gehgelände · E4 · 1.600 m · West · 4-5 Std. · H. Feichtner, 1919

Charakter

Landschaftlich großartige, selten begangene Überschreitung. Teilweise etwas brüchig und mehrere Varianten (IV+Stelle kann auch umgangen werden) möglich.

Absicherung

Für eine klassische Alpinroute stecken überraschend viele NH. Trotzdem muss die Absicherung meist mit Klemmgeräten und Schlingen ergänzt werden.

Zustieg

Wie bei der Westwand des Kleinen Watzmann ins Watzmannkar. Man hält sich nun rechts anfangs immer auf die Watzmann-Jungfrau zu (Steinmänner), quert unter deren steiler Westwand oberhalb der Reste des ehemaligen Watzmanngletschers und steigt über Schutt und Schneefelder bis zur Scharte östlich des 5. Watzmannkindes an. (3 Std.)

Westliche Chiemgauer Alpen

Backofen

Normalweg III (2 Passagen), auf dem Grat I · E4 · 55 m · Ost · 1/4 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze und für Kletterer unlohnende Tour auf den Felsbrocken.

Absicherung

Am Anfang steckt ein Normalhaken. Wer etwas braucht, kann danach problemlos mit Schlingen sichern.

Zustieg

Von Nußdorf aus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg anfangs über Wiesen, dann durch steilen Bergwald bis zur Bichleralm (1.024m). Direkt an der Hütte verlässt man den markierten Weg und zweigt nach rechts auf einen Pfad ab, der in wenigen Minuten bis unter die Nordwand des Kundls führt. Man quert nun rechts um den Turm und steigt solange am steilen Wandfuß empor, bis man das hintere Ende des Backofens erreicht. (1 1/2 Std.)

Südverschneidung VII-, nach oben hin leichter · E2 · 45 m · Süd · 1/2 Std. · P. Keill, H. Wacker, 1962

Charakter

Kurze, sehr kräftige Kletterei.

Absicherung

Komplett mit BH abgesichert. Keine zusätzliche Abschicherung nötig.

Zustieg

Von Nußdorf aus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg anfangs über Wiesen, dann durch steilen Bergwald bis zur Bichleralm (1.024m). Direkt an der Hütte verlässt man den markierten Weg und zweigt nach rechts auf einen Pfad ab, der in wenigen Minuten bis unter die Nordwand des Kundls führt. Man quert nun rechts um den Turm und steigt solange am steilen Wandfuß empor, bis man den Einstieg unter der Verschneidung erreicht. (1 1/2 Std.)

Zwölferturm

Sepp-Spöck-Gedächtnisführe A3, oft A1, teilweise VI- und VI, selten leichter · E4 · 165 m · Nord · 7-9 Std. · S. Eckmann, L. Kronast und Gef., 1963

Charakter

Sehr imposante Kletterei durch die Nordwand des Zwölferturms. Vor allem die Dachseillänge in der vorletzten SL ist wahnsinnig exponiert und lädt waagerecht aus.

Absicherung

Mit sehr vielen NH abgesichert, zusätzliche Absicherung erforderlich. Man benötigt mindestens 24 Exen. Am Zwölferturm sind auch in Zukunft keine Bohrhaken erwünscht!

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man der markierten Forststraße in Richtung Maureralm. Kurz bevor man die Alm erreicht, zweigt rechts ein unmarkierter, bei Nässe sehr rutschiger Pfad ab, dem man nun steil durch den Wald bis in das Schuttkar unterhalb des markanten Zwölferturms folgt. Man quert nun nach links zum Einstieg der Willi-Hermann-Route und steigt hier über ungutes Gelände (ev. sichern) nach links in eine Nische ab. (1 Std.)

Normalweg III/A1 (Bau einer Seilbrücke) · E4 · 35 m · Süd · 1 Std. · Vermutlich J. Silbernagel, 1910

Charakter

Eine ganz wilde Aktion, die man sonst wohl eher im Elbsandsteingebirge erwarten würde. Nur für sehr erfahrene und absolut mutige Kletterer zu empfehlen.

Absicherung

An den Ständen gibt es Bohrhaken. Dazwischen stecken ein paar Normalhaken. Insgesamt aber sehr alpin.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man der markierten Forststraße in Richtung Maureralm. Kurz bevor man die Alm erreicht, zweigt rechts ein unmarkierter, bei Nässe sehr rutschiger Pfad ab, dem man nun steil durch Wald bis in das Schuttkar unterhalb des markanten Zwölferturms folgt. Um zum Zwölferturm Normalweg zu gelangen, folgt man dem Pfad weiter bis zum Roßboden (kurze Stelle I) und zweigt hier auf den ausgeschilderten und markierten Pfad zur Gederer Wand ab. Nach ca. 10 - 15 Minuten erscheint links ein tiefer Felsspalt. Man steigt noch ein paar Meter über den Weg ab, bis man unterhalb des Spalts den Wanderweg verlässt und über undeutliche Wegspuren in kurzer Kletterei auf das Plateau gegenüber des Turmes gelangt (Großer Felsblock mit 2 BH). (1 1/2 Std.)

Gederer Wand

Schmidkunzweg III (Stelle), längere Passagen II, oft auch Gehgelände · E4 · 170 m · Nord · 1-1 1/2 Std. · W. Schmidkunz, vor 1910

Charakter

Landschaftlich äußerst interessanter und abwechslungsreicher Anstieg. Stellenweise sehr ausgesetzt. Für reine Kletterer ist die Tour aber uninteressant.

Absicherung

In den ersten zwei Seillängen steckt ein bisschen was, danach muss die Route komplett selbst abgesichert werden.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man der markierten Forststraße in Richtung Maureralm. Kurz bevor man die Alm erreicht, zweigt rechts ein unmarkierter, bei Nässe sehr rutschiger Pfad ab, dem man nun steil durch den Wald bis in das Schuttkar unterhalb des markanten Zwölferturms folgt. Der Einstieg zum Schmidkunzweg befindet sich ein Stück weiter rechts des Turmes, wo die senkrechten Felswände in steile Schrofen übergehen. (1 Std.)

Willi-Hermann-Route VII-, meist zwischen V+ und VI, selten leichter · E4 · 145 m · Nordwest · 2-3 Std. · W. Hermann, L. Obermaier, 1959

Charakter

Der leichteste Weg auf den schwierigsten Gipfel der Bayerischen Alpen (vielleicht sogar den schwierigsten Gipfel im gesamten Alpenraum).

Absicherung

Mit NH abgesichert, zusätzliche Absicherung erforderlich. Am Zwölferturm sind auch in Zukunft keine Bohrhaken erwünscht!

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man der markierten Forststraße in Richtung Maureralm. Kurz bevor man die Alm erreicht, zweigt rechts ein unmarkierter, bei Nässe sehr rutschiger Pfad ab, dem man nun steil durch den Wald bis in das Schuttkar unterhalb des markanten Zwölferturms folgt. Der Einstieg befindet sich direkt unter dem markanten Kamin. (1 Std.)

Kampenwand Westgipfel

Die Gelbe VII- und VI+, teilweise A1, stellenweise leichter · E3 · 165 m · Süd · 2-4 Std. · M. Baumann und Gef., 1935

Charakter

Eine der längeren Routen an der Kampenwand. Schwere Freikletterstellen, dazwischen eine längere technische Passage, die aufgrund der weit auseinandersteckenden Haken gar nicht so einfach ist.

Absicherung

Komplett saniert und mit Bohrhaken abgesichert. Die Abstände sind allerdings etwas weiter.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Nach einer kurzen Schrofenpassage kommt man direkt an die Felsen und kann rechts durch einen Spalt zur Schlechinger Scharte queren. Auf der gegenüberliegenden Seite steigt man auf Pfadspuren ab (kurze Stelle II), bis man direkt unterhalb der Wände nach Westen queren kann. Der Einstieg befindet sich etwas rechts der Alten Südwand. (2 - 2 1/2 Std.)

Alte Südwand IV+ (Stelle), Stellen IV, sonst III und II · E3 · 130 m · Süd · 1-1 1/2 Std. · G. Winkler, H. Ficker, 1920

Charakter

Kurze Genussroute mit klassischer Linienführung durch die ansonsten sehr steile Wand.

Absicherung

Komplett saniert und mit Bohrhaken abgesichert. Die Abstände sind allerdings etwas weiter.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Nach einer kurzen Schrofenpassage kommt man direkt an die Felsen und kann rechts durch einen Spalt zur Schlechinger Scharte queren. Auf der gegenüberliegenden Seite steigt man auf Pfadspuren ab (kurze Stelle II), bis man direkt unterhalb der Wände nach Westen queren kann. Der Einstieg befindet sich am unteren Ende einer Rampe unterhalb der markanten, gelben Überhänge. (2 - 2 1/2 Std.)

Kampenwand

Hansenriss V+, sonst deutlich leichter · E3 · 45 m · West · 1/2 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze Kletterei mit sehr schwieriger, plattiger Schlüsselstelle. Vor allem als schwierigerer Einstieg zur Überschreitung lohnend.

Absicherung

Mit Bohrhaken ausreichend abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von hier aus quert man noch ca. 15 Minuten auf dem Verbindungsweg zur Kampenbahn-Bergstation, bevor man kurz vor deren erreichen nach links abzweigt und über einen deutlichen Pfad direkt zum Wandfuß des Westgipfels gelangt. (2 - 2 1/2 Std.)

Überschreitung IV+ (Passage), oft III und II, kürzere Passagen Gehgelände · E3 · 470 m · Nordwest · 3-4 Std. · J. Gmelch, um 1900

Charakter

Äußerst beliebte Überschreitung mit einigen schönen Kletterstellen und tollen Ausblicken über das Alpenvorland.

Absicherung

Mit Bohr- und Normalhaken abgesichert (teilweise etwas weitere Abstände). Zusätzlich kann man die ein oder andere Stelle mit Schlingen und Klemmgeräten ergänzen.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von hier aus quert man noch ca. 15 Minuten auf dem Verbindungsweg zur Kampenbahn-Bergstation, bevor man kurz vor deren erreichen nach links abzweigt und über einen deutlichen Pfad direkt zum Wandfuß gelangt (um den Einstieg zum Gesamten Westgrat (IV+) zu erreichen, steigt man am besten schon am Staffelstein über eine Wiese und durch Latschen zum Wandfuß an. (2 - 2 1/2 Std.)

Kampenwand Hauptgipfel

Ostwand IV+, selten leichter · E3 · 80 m · Ost · 1 Std. · G. Haider, P. Keill, 1978

Charakter

Kurze aber sehr schöne Kletterei.

Absicherung

Komplett saniert und mit Bohrhaken abgesichert. Teilweise allerdings etwas weitere Abstände.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Nach einer kurzen Schrofenpassage kommt man direkt an die Felsen und kann rechts durch einen Spalt zur Schlechinger Scharte queren. Auf der gegenüberliegenden Seite steigt man auf Pfadspuren ab (kurze Stelle II), bis man direkt zum Einstieg links eines steilen Kamins queren kann. (2 - 2 1/2 Std.)

Südwand V+ (Stelle), Stelle V, meist IV+ und IV · E3 · 105 m · Süd · 1-2 Std. · E. Gretschmann, H. Kadner, 1920

Charakter

Einer der Klassiker und beliebtesten Touren an der Kampenwand mit ungewöhnlichen Kletterstellen. Deshalb allerdings leider schon sehr abgegriffen.

Absicherung

Komplett saniert und mit Bohrhaken abgesichert. Teilweise allerdings etwas weitere Abstände.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Nach einer kurzen Schrofenpassage kommt man direkt an die Felsen und kann rechts durch einen Spalt zur Schlechinger Scharte queren. Auf der gegenüberliegenden Seite steigt man auf Pfadspuren ab (kurze Stelle II), bis man direkt unterhalb der Wände nach Westen queren kann. Der Einstieg befindet sich rechts von einer Gedenktafel bei einem abgestorbenen Baum. (2 - 2 1/2 Std.)

Südostwand VI-, oft IV und V, teilweise leichter · E3 · 140 m · Südost · 1 1/2-2 Std. · A. Göttner, H. Ziegler, M. Meier, 1935

Charakter

Einer der Klassiker und beliebtesten Touren an der Kampenwand. Schwerer und deshalb bei weitem nicht so abgespeckt wie die Hauptgipfel Südwand.

Absicherung

Komplett saniert und mit Bohrhaken abgesichert. Teilweise allerdings etwas weitere Abstände.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Nach einer kurzen Schrofenpassage kommt man direkt an die Felsen und kann rechts durch einen Spalt zur Schlechinger Scharte queren. Auf der gegenüberliegenden Seite steigt man auf Pfadspuren ab (kurze Stelle II), bis man direkt unterhalb der Wände nach Westen queren kann. Der Einstieg befindet sich rechts der Südwand unter einem Überhang. (2 - 2 1/2 Std.)

Kampenwand Östlicher Nordgipfel

Merklriss VII-, meist V+ und VI+, nur oben leichter · E4 · 105 m · Nord · 1 Std. · W. Merkl und Gef.

Charakter

Sehr kräfte Risskletterei.

Absicherung

Alpin mit NH, zusätzliche Absicherung ist aber nicht erforderlich.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Noch unterhalb der Kaisersäle geht es nach links zum Einstieg der Nordwandrouten. (2 Std.)

Nordwand V-, IV und IV+, selten leichter · E3 · 75 m · Nord · 1 Std. · M. Zeller, 1908

Charakter

Schöne kurze Kletterei.

Absicherung

NH und BH, keine zusätzliche Absicherung nötig.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Noch unterhalb der Kaisersäle geht es nach links zum Einstieg der Nordwandrouten. (2 Std.)

Kampenwand Teufelsturm

Südostwand VI+ und V, selten leichter · E2 · 60 m · Südost · 1 Std. · O. Eidenschink, A. Göttner, L. Vörg, 1933

Charakter

Klassische, sehr anstrengende Riss- und Verschneidungskletterei von drei berühmten Erstbegehern.

Absicherung

Komplett saniert und mit Bohr- sowie Normalhaken gut abgesichert. Keine zusätzliche Absicherung nötig.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Nach einer kurzen Schrofenpassage kommt man direkt an die Felsen und kann rechts durch einen Spalt zur Schlechinger Scharte queren. Auf der gegenüberliegenden Seite steigt man auf Pfadspuren ab (kurze Stelle II), bis man direkt unterhalb der Wände nach Westen queren kann. Zwischen Teufelsturm und Hauptgipfel durch einen Kamin in die Schlucht (III). Dort befindet sich der Einstieg. (2 - 2 1/2 Std.)

Kampenwand Westlicher Nordgipfel

Westkante V-, meist leichter · E3 · 40 m · West · 1/2 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze Kletterei mit plattiger Schlüsselstelle.

Absicherung

Ausreichend mit BH abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von der Alm steigt man auf einem breiten, ausgeschilderten Weg Richtung Kampenwandgipfel. Kurz bevor man die Kaisersäle erreicht, führt der Weg direkt an die Kante. Hier befindet sich der Einstieg. (2 Std.)

Kindlwand

Westgrat VI+ (Stelle), unterer Teil teils V, oberer Teil meist II und I · E2 · 285 m · Südwest · 2 Std. · H. Siflinger, K. Zehentner, 2012

Charakter

Die ersten zwei Seillängen bieten teilweise senkrechte Kletterei. Am Grat wird der vorher bereits brüchige Fels noch brüchiger und man eiert irgendwie nach oben. Landschaftlich aber durchaus lohnend.

Absicherung

Die schweren Stellen sind sehr gut mit Bohrhaken abgesichert. Am Grat sind nur noch die Stände eingerichtet.

Zustieg

Von Nußdorf aus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg anfangs über Wiesen, dann durch steilen Bergwald bis zur Bichleralm (1.024m). Man folgt dem Wanderweg noch ca. 100 Höhenmeter weiter bergauf, bis kurz bevor der Pfad auf eine kleine Wiese führt, Pfadspuren nach links abzweigen, die durch steilen Wald und Schutt in wenigen Minuten hinab zum Einstieg am Westgrat führen. (1 1/2 - 2 Std.)

Kundl

Alte Südwand IV+ (Passage), meist IV, kaum leichter · E3 · 40 m · Süd · 1/2 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze, aber dennoch sehr schöne, steile Kletterei auf den luftigen Turm.

Absicherung

In der ersten Seillänge stecken viele Normal- und Bohrhaken. Weiter oben wird es etwas spärlicher.

Zustieg

Von Nußdorf aus folgt man dem ausgeschilderten Wanderweg anfangs über Wiesen, dann durch steilen Bergwald bis zur Bichleralm (1.024m). Direkt an der Hütte verlässt man den markierten Weg und zweigt nach rechts auf einen Pfad ab, der in wenigen Minuten bis unter die Nordwand des Kundls führt. Man quert nun rechts um den Turm, bis man den Einstieg zur Südwand bei einer markanten nach links ziehenden Verschneidung erreicht. (1 1/2 Std.)

Staffelstein

Direkte Westkante V- (Passage), meist IV+, letzte SL leichter · E3 · 90 m · Nordwest · 1-1 1/2 Std. · G. Mitterer, F. Schmitt, 1925

Charakter

Schöne, beliebte Kanten- und Plattenkletterei. In der 2. SL gibt es eine Variante (V+).

Absicherung

Sanierte Tour, die mit Bohrhaken abgesichert ist (etwas weitere Abstände). Der Originaleinstieg durch den Riss (V-, 3 NH) ist nicht saniert.

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von hier aus quert man noch ca. 10 Minuten auf dem Verbindungsweg zur Kampenbahn-Bergstation, bis der markante Staffelstein unmittelbar rechts des Weges auftaucht. Auf der Westseite steigt man 30 Meter durch freigeschnittene Latschen ab, bis man den Einstieg direkt an der Westkante bei einem vorgelagerten Felsblock (BH) erreicht. (2 - 2 1/2 Std.)

Neue Südwestkante III (Stelle), meist leichter · E2 · 45 m · Südwest · 1/2 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze, leichte Kletterei.

Absicherung

Sanierte Tour, die mit Bohrhaken abgesichert ist (etwas weitere Abstände).

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von hier aus quert man noch ca. 10 Minuten auf dem Verbindungsweg zur Kampenbahn-Bergstation, bis der markante Staffelstein unmittelbar rechts des Weges auftaucht. Einstieg direkt links der markanten Rinne. (2 - 2 1/2 Std.)

Ostwand VI- (Stelle), ansonsten leichter · E3 · 50 m · Ost · 1 Std. · G. Mitterer, F. Schmitt, 1926

Charakter

Kurze sehr inhomogene Kletterei. Nicht sonderlich lohnend.

Absicherung

Sanierte Tour, die mit Bohrhaken abgesichert ist (etwas weitere Abstände).

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von hier aus quert man noch ca. 10 Minuten auf dem Verbindungsweg zur Kampenbahn-Bergstation, bis der markante Staffelstein unmittelbar rechts des Weges auftaucht. Einstieg direkt bei der markanten Rinne. (2 - 2 1/2 Std.)

Direkte Südostwand VII, VI-, sonst leichter · E3 · 50 m · Südost · 1 Std. · Lückhardt und Gef.

Charakter

Kurze, vor allem in der ersten SL sehr steile Kletterei.

Absicherung

Sanierte Tour, die mit Bohrhaken abgesichert ist (etwas weitere Abstände).

Zustieg

Vom Parkplatz Hintergschwendt folgt man dem markierten und ausgeschilderten Wanderweg über Forststraßen und Waldwege in Richtung Kampenwand. Am Roßboden (1.304m) hält man sich rechts und folgt dem ebenfalls ausgeschilderten Weiterweg zur Steinlingalm. Von hier aus quert man noch ca. 10 Minuten auf dem Verbindungsweg zur Kampenbahn-Bergstation, bis der markante Staffelstein unmittelbar rechts des Weges auftaucht. Man steigt am Wandfuß ein Stück nach Osten ab, bis man den Einstieg unter einem Überhang erreicht. (2 - 2 1/2 Std.)

Zwillingswand

Normalweg VI-, oberer Teil etwas leichter · E2 · 20 m · Nord · 1/4 Std. · Unbekannt

Charakter

Kurze, steile Kletterei.

Absicherung

Gut mit Bohrhaken abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz Raiten folgt man der Forststraße bis zur Huberalm. Nun über den markierten Steig in Richtung Hochplatte, bis Pfadspuren nach rechts auf die Nordseite der Zwillingswand leiten. (1 1/2 - 2 Std.)

Via Deife A1 (Stelle), Passagen VI+ und VII-, Rest deutlich leichter · E1 · 145 m · Süd · 2-2 1/2 Std. · H. und M. Genghammer, 2015

Charakter

Etwas inhomogene Kletterei, die aber ein paar interessante Passagen aufweist.

Absicherung

Sehr gut mit Bohrhaken abgesichert.

Zustieg

Vom Parkplatz Raiten folgt man der Forststraße bis zur Huberalm. Nun über den markierten Steig in Richtung Hochplatte, bis man weglos unter die Südwand der Zwillingswand aufsteigen kann. Der Einstieg befindet sich unter dem markanten Felsenloch (1 - 1 1/2 Std.)