Fünf Tage dauert allein die Anreise von Inzell in Oberbayern bis zum Ausgangspunkt der Expedition: mit dem Regionalzug nach München, per Fernbus nach Kiew, mit dem Nachtzug nach Moskau und schließlich 42 Stunden weiter mit der Bahn bis an den Polarkreis. An der kleinen Station Seyda beginnt die eigentliche Reise. Zunächst geht es vier Tage mit dem Packraft auf der Ussa flussabwärts, bevor die Route zu Fuß weiterführt: durch sumpfige Taiga, mückenreiche Tundra und endlose Weiten voller Beerensträucher bis an die Berge des Polarurals. Dort gelingt die Skalnaja-Traverse über den mit 1.178 Metern höchsten Gipfel des Gebirges. Im einsetzenden Wetterumschwung führt die Route über kahle Bergkämme, riesige Moorlandschaften und dichtes Weidengestrüpp zurück zu den Flüssen Palnik, Junjacha und Lemwa. Mal fehlen den Gewässern die letzten Zentimeter zum Paddeln, mal bremst kräftiger Gegenwind die Rückfahrt. Nach 20 Tagen und 270 Kilometern endet die Expedition schließlich dort, wo sie begonnen hat: an der Ussa – und mit der Rückkehr in die Zivilisation.
Tourenreportage
270 Kilometer Einsamkeit – Mit dem Packraft in den Polarural
Ukraine/Russland · Sommer
Frei anbietbar
Fünf Tage Anreise über Kiew und Moskau bis an den Polarkreis – dann beginnt die eigentliche Expedition: 20 Tage und 270 Kilometer mit dem Packraft und zu Fuß durch die Einsamkeit des Polarurals, über wilde Flüsse, durch sumpfige Tundra und auf den höchsten Gipfel des Gebirges.