Die Chiemgauer Alpen gehören zu den ruhigeren Kletterregionen der Nördlichen Kalkalpen. Zwischen Kampenwand, Hörndlwand, Sonntagshorn und den zahlreichen kleineren Felsmassiven findet sich eine überraschend große Vielfalt alpiner Klettereien. Besonders die Hörndlwand zählt mit ihrem festen Kalk und den bis zu 200 Meter langen Routen zu den bedeutendsten Kletterbergen der Region. An der Kampenwand locken die klassische Südwand und die vielbegangene Überschreitung, während am Sonntagshorn abgelegene, oft brüchige Wände bis heute einen ausgesprochen ursprünglichen und alpinen Charakter bewahrt haben. Ganz anders präsentieren sich der Engelstein mit seinen kurzen Routen in ungewöhnlich strukturiertem Fels. Eine Sonderstellung nimmt der Zwölferturm an der Gederer Wand ein: Sein Gipfel zählt zu den am schwierigsten erreichbaren der Alpen und lässt sich entweder durch den Bau einer Seilbrücke oder durch eine rund vier Seillängen lange Kletterei bis zum VII. Grad auf dem Normalweg erreichen. Gerade diese Mischung aus traditionsreichen Klassikern, versteckten Felszielen und einsamen alpinen Unternehmungen verleiht der Region ihren ganz eigenen Charakter.
Gebietsporträt
Von der Kampen- zur Hörndlwand – Klettern in den Chiemgauer Alpen
Deutschland/Bayern · Frühjahr/Sommer/Herbst
Frei anbietbar
Hinweis für die Redaktion
Offenes Gebietsporträt. Umfang, Schwerpunkt und Schwierigkeitsniveau können redaktionell angepasst werden – vom Überblick über die gesamten Chiemgauer Alpen bis zur Vorstellung einzelner Kletterberge oder Themen.
→ Dazu erschienen: Bergführer Berchtesgaden & Chiemgau
Historische Klassiker, fester Kalk und kurze Zustiege: Die Chiemgauer Alpen gehören zu den lohnensten Klettergebieten der Bayerischen Alpen.