Sebastian Steude
Tourenbericht: Nationalpark Kellerwald-Edersee

07.10.2022 · Kellerwald

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Rund um die steilen Hänge des künstlichen Edersees in Nordhessen erstreckt sich ein hölzernes Kleinod aus alten Buchen- und Eichenwäldern. Obwohl die einst menschenleere Waldwildnis seit dem frühen Mittelalter sukzessive erschlossen wurde, konnten sich an den bis zu 620 Meter hohen Ederbergen einige echte Urwaldrelikte erhalten. Andere Gebiete sind zumindest seit 200 Jahren sich selbst überlassen. Grund genug, die Rotbuchenwälder und die Urwaldreste in das UNESCO-Naturwelterbe «Buchenurwälder und Alte Buchenwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas» aufzunehmen.

Der geneigte Besucher dieses in Europa leider so selten gewordenen Naturraums erlebt säulenartige Buchenwälder, wilde Totholzansammlungen, auf denen seltene Pilzarten wie beispielsweise der glänzende Buchenschleimrübling wachsen, und feuchte, nur schwer zugängliche Schluchtenwälder wie beispielsweise die Wooghölle am Arensberg – ein Gebiet, das durch seine Besonderheit als Tafelsilber des Nationalparks bezeichnet wird und in dem auch seltene Tierarten wie die Wildkatze oder der Schwarzstorch einen wichtigen Lebensraum finden.

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